Achtsamkeit vs Autopilot

Leben Sie Ihr Leben, oder werden Sie vom Leben gelebt?

Eine der größten und sinnvollsten Fähigkeiten Deines menschlichen Daseins besteht darin bestimmte Dinge zu lernen und so zu automatisieren, dass sie völlig ohne Dein bewusstes Zutun geschehen. Auto fahren, den Computer bedienen, das Geschirr spülen, Emails schreiben, selbst einfaches Laufen oder Sprechen – all jene Dinge hast Du irgenwann ganz langsam Schritt für Schritt gelernt. Jetzt brauchst Du aber nicht mehr darüber nachzudenken. Diese Dinge klappen von ganz allein. Manchmal wird aber genau dieser Automatismus zur Gefahr für uns.

Die unbewusste Kompetenz – der Autopilot

In der Psychologie nennt man es die „unbewusste Kompetenz„. Wir lernen etwas bewusst und je mehr wir es tun, desto einfacher und automatisierter wird es. Irgendwann ist es ganz „normal“ laufen, sprechen oder mit Messer und Gabel essen zu können. Für viele Aspekte unseres täglichen Lebens ist es essenziell bedeutsam, diese Dinge einfach ohne größere bewusste Anstrengungen tun zu können. Es spart Zeit und Energie Dinge aus dieser unbewussten Kompentenz heraus zu tun. Im Grunde läuft in einem solchen Augenblick unser Verhalten auf Autopilot. Wir denken ja nicht mehr darüber nach.

Die Gefahr des Autopiloten und die Notwendigkeit der Achtsamkeit

Wie gesagt, für viele Aspekte des Lebens ist die Abkürzung durch die unbewusste Kompetenz und durch unseren Autopiloten sinnvoll. Wer würde jetzt schon gern jedes Mal im Auto wieder wie ein Anfänger das Fahren lernen wollen. Aber dieser Autopilot birgt auch gefahren, denn wir hinterfragen ihn nicht mehr.

Und gerade in den wichtigen Aspekten des Lebens kann der Autopilot genau das falsche Programm sein:

Hier sind ein paar Fragen, ob Du auch im Autopilotmodus agierst:

  • Sagst Du im Streit Dinge, die Du im Nachhinein bereust?
  • Isst Du schon seit Jahren immer das Gleiche, obwohl es Dir nicht gut tut, Du es aber immer so getan hast?
  • Schaltest Du, wenn Du nach Hause kommst automatisch den Fernseher an?
  • Gehst Du immer gleich ans Handy, wenn es klingelt?
  • Wiegelst Du die Fragen Deiner Kinder mit den Worten „Das macht man so/ Das ist einfach so, weil ich es so sage“ ab?
  • Steckst Du Energie in Dinge, die Dir gar keinen Spass machen, nur weil Du es so gewohnt bist?
  • Hast Du die Zigarette oder Schokolade schon im Mund, bevor Du es merkst?
  • Reagierst Du auf neue Ideen und Einflüsse skeptisch und siehst diese als Bedrohung?
  • Wirst Du unter Druck und Stress immer schneller und schneller und schneller?

Die Liste könnte endlos so weitergehen. In meiner jahrelangen Coachingerfahrung ist das Agieren aus dem Autopiloten heraus, das Handeln aus der Alltagsgewohnheit, einer der wichtigsten Gründe, warum Menschen nicht das Leben leben, dass sie leben wollen. Gut, es ist bequem immer dasselbe zu tun, zu denken und zu erleben. Das ist aber auch schon alles.

Willst du wirkliche Lebensqualität?

Der einzige Weg zu wirklicher Lebensqualität ist der Weg zur Achtsamkeit:

Erlebe Deine Umwelt bewusst. Erlebe Dich selbst bewusst. Sei aufmerksam, was wirklich passiert. (Viel zu oft hat der Kopf eine Geschichte parat, die in der Wirklichkeit nie passiert). Bemerke Deinen Autopiloten, wann immer Du kannst und löse ihn durch Dein bewusstes Erleben ab.

Wer achtsam ist, bekommt mit, was innen drin und außen herum wirklich passiert. Nur wer achtsam ist, kann wirklich genießen. Wie genau genießt Du das, was Dir gut gefällt? Nimmst Du Dir Zeit zum Genießen?

In jedem Moment Deines Lebens triffst Du eine wichtige Entscheidung:

Entweder überlässt Du Dein Leben dem Autopiloten oder Du lebst bewusst und in Klarheit. Achtsamkeit ist trainierbar. Wenn Du jahrelang das Leben einfach nur geschehen lassen hast, dauert es vielleicht etwas länger. Je mehr bewusste Momente Du aber erlebst, desto leichter wird es achtsam zu sein. Achtsamkeit ist wie ein Muskel aufbaubar. Du kannst es trainieren. Wichtig ist, dass Du es so oft wie möglich tust. Und während ein Muskel im Training ermüdet, so wird Achtsamkeit einfach immer nur größer und gibt Dir mehr und mehr Energie. Jeder Moment zählt.

Die Wahl liegt bei Dir. Und das ist die wirklich gute Nachricht.

Du entscheidest.

Jetzt.

PS: Wenn Dir dieser Artikel gefällt, lies unbedingt hier noch weiter „Rituale der Achtsamkeit

Rituale der Achtsamkeit

Wassertropfen
Foto: Petr Kratochvil, pixelio

Rennen Sie auch manchmal durch den Tag, ohne einen einzigen Augenblick davon bewusst zu erleben und zu genießen?

Mir ging es jahrlang so und manchmal passiert es mir immernoch, dass ich über die ganzen Emails, Meetings, Coachings, Trainings und die Aufgaben als Partner in einem Unternehmen vergesse, bewusst zu genießen – am Leben zu sein.

Es sind kleine Rituale der Achtsamkeit, die mir helfen bewusst zu genießen. Es sind die kleinen Momente, die wir uns gönnen, um bei uns selbst anzukommen und Kraft zu sammeln.

Hier sind ein paar meiner Lieblingsrituale für ein bewussteres Leben:

  • Morgens direkt nach dem Aufstehen 30 min Yoga, Dehnen oder mentale Entspannung
    Ja genau, das bedeutet dreissig Minuten früher aufzustehen! Und das ist der Schlüssel um Qualitätszeit freizumachen. Aber ganz ehrlich, es lohnt sich hundertmal mehr morgens in Ruhe zu sich zu kommen, als eine halbe Stunde länger zu schlafen um dann von null und hundert ohne Frühstück los zu hetzen und schon gestresst zu sein, bevor der Tag überhaupt beginnt.

    Den Körper leicht zu dehnen oder einfach in Ruhe sitzend den Atem zu beobachten, bringt uns in gleich morgens in Balance. Körper und Geist wachen so gemeinsam auf.

  • Genüsslich eine Tasse wohlschmeckenden Tee oder Kaffee trinken.
    Nichts geht über eine Tasse Tee oder Kaffee, die in Ruhe genossen wird. Der frische Duft, der uns in die Nase steigt. Das intensive Geschmackserlebnis. Wann haben Sie das das letzte Mal so richtig bewusst gemacht?
  • Achtsames Essen.
    Viele Menschen schauen fern, lesen Zeitung oder stecken in Konversationen, wenn sie ihr Essen zu sich nehmen. Achtsames Essen ist eine Kunst geworden. Dabei schmecken wir nur beim achtsamen Essen wirklich, was wir da gerade in uns hinein stecken. Wer achtsam ist, verdaut besser und hat gleichzeitig ein gesünderes Gefühl für die richtige Ernährung.
  • Achtsames Spülen
    Direkt nach dem Essen achtsam die Müslischale oder den Teller zu spülen, ohne Hast und Eile sorgt dafür, das es schon sauber ist, wenn Sie heimkommen. Wenn Sie einfache Tätigkeiten wie das Spülen von Geschirr mit ganzem Fokus tun, werden diese auf einmal sogar angenehm zu erledigen.
  • Entspannt zur Arbeit – mit dem Rad oder zu Fuß
    Wer in Städten lebt, kann leicht mit dem schnellen Strom der eilenden Menschen mitgerissen werden, die zur Bahn laufen, um nicht die fünf Minuten auf die nächste warten zu müssen. Auch im morgendlichen Stau sehen die meisten Menschen nicht glücklich aus. Sich an das Tempo der Massen anzupassen, führt definitiv nicht zu mehr Leichtigkeit und Bewusstheit.
    Wie man geht, so geht es einem! Lassen Sie die anderen rennen… Gehen Sie entspannt oder radeln Sie wenn Sie können zu Ihren Terminen)
  • Regelmäßige Pausen und Spaziergänge.
    Mein Büro liegt am wunderschönen Gendarmenmarkt und wenn ich eine Pause brauche, dann gehe ich ein paar Minuten raus, lasse den Kontrast der Spitze des französischen Doms im blauen Himmel auf mich wirken oder schaue den vielen Tauben bei ihrem verspielten Miteinander zu und vergesse für einen Moment die Arbeit und alles drumherum. Fünfzehn Minuten Zeit in der Natur können manchmal Wunder wirken.
  • Arbeit mit klarem Fokus.
    Beginnen Sie den Tag mit der wichtigsten Aufgabe zuerst. Lassen Sie sich von nichts ablenken und bleiben Sie bei dieser einen Sache, bis sie erledigt ist. Das kleine Geheimnis hier ist: es ist einer der einfachsten Wege sich selbst Erfolgserlebnisse zu schaffen 😉
  • Achtsame Gespräche
    Eines der wahrhaftig belohnenden Rituale für Achtsamkeit ist ein achtsames Gespräch zu führen. Wirklich zuhören, wirklich da sein und dem Gesprächspartner Raum geben, seine eigenen Worte mit Bedacht auswählen und aussprechen kann enorm zur Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen beitragen. Probieren Sie es für 15 Minuten aus mit Ihren Kindern, mit dem Partner oder einem Kollegen. Entschleunigen Sie Ihren Geist und seien sie für die Zeit des Gesprächs ganz achtsam und bewusst anwesend.
  • Durch dankbare Augen schauen.
    Schauen Sie für ein paar Minuten am Tag durch dankbare Augen auf Ihre Umwelt. Auf die Menschen, die Ihnen nahestehen, auf Ihre Wohnung, auf Ihr Büro, auf die anderen Menschen die zur Arbeit gehen, auf kleine Kinder im Park. Jeder Mensch hat die Kapazität für unendlich große Dankbarkeit. Und Dankbarkeit öffnet das Herz und klärt den Verstand.

Es gibt noch viele weitere kleine Rituale, von denen ich Ihnen hier erzählen könnte. Lassen wir dies ein Anfang sein. Schreiben Sie uns doch, wie Sie Ihr Leben mit kleinen Ritualen versüssen und bewusster machen. (Email: coachingberlinblog[at]googlemail.com)

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Seien Sie lebendig! Ihr Andreas Förster

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Können wir Schönheit erkennen, wenn wir nicht damit rechnen?

Ein Violinist stellt sich morgens früh in die Bahnhofshalle einer U-Bahn und beginnt zu spielen. Dabei wird er fast gar nicht von den vorbeiströmenden Menschen beachtet, die gehetzt zur Arbeit unterwegs sind. In den ersten 3 Minuten in denen er spielt, passiert nichts erwähnenswertes, 63 Menschen sind schon an ihm vorbeigegangen ohne erkennbare Resonanz. Aber dann immerhin kommt ein Mann, der im vorbeigehen kurz den Blick auf dem Musiker ruhen lässt. Eine halbe Minute später bekommt der Violinist das erste Geld in den Hut gelegt. Nach 6 Minuten nimmt sich ein erster Passant die Zeit zuzuhören, er stellt sich an eine Wand und lauscht den Klängen des Geigers. Nach 43 Minuten beendet der Mann seine Darbietung, es gibt keinen Applaus., keine Zeichen von Wertschätzung. Magere Ausbeute der musikalischen Darbietung: 35 Dollar, insgesamt von 27 Menschen gegeben, die meisten haben im Vorbeigehen das Geld in den Hut geschmissen. Insgesamt 7 Menschen haben für jeweils mindestens eine Minute innegehalten, 1070 gingen einfach vorbei. Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Ansammlung von Menschen, nicht einmal für einen kurzen Moment.

Woher man das alles so genau weiß? Weil es sich dabei um ein soziales Experiment gehandelt hat.

Szenen, die sich in jeder Hauptstrasse oder Bahnhofshalle abspielen könnten? Durchaus, das Besondere, bei dem Geiger handelte es sich um Joshua Bell, einem der weltweit besten Musiker, der mehrere der komplexesten und anspruchsvollsten Musikstücke, die je geschrieben wurden sind,  auf seiner 3,5 Millionen teuren Stradivari-Geige spielte. Drei Tage zuvor hatte er in der Boston State Hall ein Konzert mit den selben Musikstücken vor ausverkauftem Haus gegeben, die Karten kosteten im Durchschnitt 100 Dollar.

Was bedeutet das?

Wie kommt es, dass den Menschen diese außergewöhnliche Darbietung nicht aufgefallen ist? Eine Antwort der Forscher lautet: „Kontext matters“. Die Umgebung ist anscheinend ausschlaggebend dafür, ob wir etwas für schön, ästhetisch und künstlerisch bedeutsam halten.

Und, erwachsene Menschen laufen vielleicht einfach auch mit Scheuklappen durchs Leben, besonders morgens früh auf dem Weg zur Arbeit. Lassen sich hetzen von Terminen, schotten sich ab mit Telefon und ipod, um bloß nichts von der Außenwelt mitzukriegen. Schade, dass einem dabei ein vorzügliches Gratiskonzert entgehen könnte. Das spannende, jedes Mal, wenn ein Kind an Bell vorbeiging, versuchte es anzuhalten und zuzuschauen und jedes Mal zog ein Erwachsener das Kind weg.

Fragen, die durch dieses Experiment aufgeworfen wurden:

  • Können wir Schönheit in einem alltäglichen Umfeld zu einem unangemessenem Zeitpunkt wahrnehmen?
  • Erkennen wir Talent in einem unerwarteten Kontext?

Es scheint schwierig zu sein, Schönheit in einem unerwarteten Kontext zu erkennen, vor allem, wenn wir mit unserer Aufmerksamkeit auf etwas anderes fokussiert sind. Was dazu beitragen würde, Schönheit und Ästhetik wahrzunehmen ist sicherlich mit offeneren Augen durch die Welt zu gehen und innezuhalten, so wie die Kinder es uns vormachen.

Wenn wir blind und taub durch die Welt gehen und uns noch nicht einmal ein begnadeten Musiker bei  seiner musikalischen Bestleistung auffällt, was entgeht uns dann noch an vielleicht kleineren, profaneren Momenten, wo wir nicht mit Schönheit rechnen?

Hier ein ausführlicher Artikel über das Experiment.

Ihre Tanja Madsen für den Coachingberlinblog.

Wie Sie Ihren Fokus erhöhen und einen klaren Geist finden

Wie die meisten Menschen, bin auch ich nicht ganz frei davon, mich immer wieder von den wichtigen Aufgaben des Lebens abzulenken.

Im Internet, in Gesprächen mit anderen, selbst beim Erledigen von Tätigkeiten ist es leicht, sich ablenken zu lassen oder viel Zeit mit Dingen zu verlieren, die jetzt gerade zwar interessant aber sicher nicht relevant sind.

Eines habe ich aber vor vielen Jahren gelernt: den Fokus zu bewahren!

Wie wichtig es ist klar und fokussiert zu bleiben, zeigt die Qualität der Ergebnisse die wir bekommen, wenn wir es nicht sind.

Meine Fähigkeit mich auf eine Aufgabe zu konzentrieren hat sich enorm verbessert. Weniger ist mehr. Ein Schritt nach dem anderen zu tun, bringt mich eher ans Ziel, als viele Schritte auf einmal tun zu wollen. Kennengelernt habe ich einen klaren Fokus in Retreats in buddhistischen Klöstern. Wirklich gelernt habe ich einen klaren Fokus zu entwickeln und zu nutzten aber erst im alltäglichen Leben –  in meinen Geschäftstätigkeiten als Coach, Trainer, Autor, Unternehmer und Abenteurer. Ein klarer Fokus ist einfacher zu finden, als Sie vielleicht denken!

Hier sind ein paar Selbstcoaching Tipps mit denen Sie leichter Ihren Fokus erhöhen können…

Tipps für klaren Fokus und entspannte Konzentration

  • Schalten Sie Ihr Telefon auf lautlos und auf automatischen Anrufbeantworter.
  • Schließen Sie Ihren Internetbrowser oder lassen Sie nur ein einziges Fenster auf: Das was Sie wirklich gerade brauchen.
  • Schalten Sie alle automatischen Benachrichtigungen ab! Facebook, Twitter, Emails… alles aus!
  • Nehmen Sie sich die wichtigste (ja, die wichtigste – nicht die bequemste!) Tätigkeit ihres heutigen Tages vor. Seien Sie sich bewusst, dass Sie jetzt WICHTIGES tun!
  • Räumen Sie Ihren Schreibtisch komplett ab. Schaffen Sie Klarheit in Ihrer Arbeitsumgebung.
  • Wenn Sie jemand jetzt anspricht, bitten Sie ihn/ sie später wiederzukommen.
  • Fokussieren Sie sich jetzt auf diese EINE Aufgabe und nichts anderes! Nur auf die eine Aufgabe.
  • Nutzen Sie Ihre Achtsamkeit
  • Hören Sie erst auf, wenn Sie mit Ihrer Tätigkeit absolut fertig  sind. Unterbrechen Sie sie für nichts anderes!

Vielleicht fällt es Ihnen so schwer, wie es mir früher damit ging. Keine Sorge! Wir Menschen sind durch unsere Umgebung darauf getaktet, ständig mit unserer Aufmerksamkeit hin- und herzuspringen.

Beginne mit kleinen Schritten

Beginnen Sie deshalb mit kleinen Dingen, die Sie zum Abschluß bringen. Schaffen Sie sich kleine Erfolgserlebnisse und belohnen Sie sich dafür. Früher hatte ich Schwierigkeiten konzentriert bei einer Sache zu bleiben und nicht aufzuhören, bis diese erledigt war. Heute schaffe ich jeden Tag viel mehr als damals und brauche auch noch viel weniger Zeit dazu.

Sie werden merken, dass es Ihnen bald leichter und leichter fällt, konzentriert und fokussiert zu bleiben. Trainieren Sie Ihren Geist und die Stimme da oben in Ihrem Kopf, sich nur auf eine Sache zu konzentrieren. Schließen Sie diese Sache erst ab, wenn sie wirklich abgeschlossen ist!

Sie werden sich wundern, wieviel Sie auf diese Art an einem Tag schaffen können. Und die Qualität der Ergebnisse wird Sie überzeugen!

Viele Freude dabei, Ihr Andreas Förster.

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Checkliste für erfolgreiches Selbstcoaching & Mehr Zeit für Freizeit

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Nie gut genug? Du bist bereits perfekt.

Es ist Zeit. Viele Menschen kommen auf den CoachingBerlinBlog oder nutzen andere Bücher, Blogs und endlose Seminare, um an sich selbst etwas zu verbessern.

Als Trainer, Autor und Coach muß ich dazu eines mal loswerden: Den meisten Menschen steht dabei ein fundamentales Problem im Weg: Sie sind sich selbst nie gut genug.

Alles an uns muß immerzu verbessert werden, sonst sind wir unzufrieden.

Deshalb geben sie ein Vermögen für Seminare und Bücher aus, und kommen nie da an, wo sie hinwollen. Das Gefühl OK zu sein. Das Gefühl gut genug zu sein.

„Streng Dich mal an, dass später was aus Dir wird“

Ok, wir sind diejenigen der Gesellschaft, denen als Kind schon erzählt wurde: „Streng Dich mal an, dass später was aus Dir wird“. Aber was heißt das für ein Kind im Umkehrschluß, wenn es diese Worte hört?

Genau: Jetzt bist Du also noch nichts! Und weil sich solche Glaubensätze tief im Unterbewussten einnisten, laufen genau solche Programme auch bei Erwachsenen immer weiter unbemerkt ab. Warum sind soviele Menschen mit sich selbst sonst so unzufrieden?

Die Selbstentwicklungsbranche ist zu einer riesigen Industrie geworden. Und verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bin ein großer Fan von persönlicher Weiterentwicklung, von Wachstum und davon, Neues zu entdecken. Es ist eines der größten Geschenke für mich im Leben, Menschen in Ihrem Wachstum zu unterstützen. Wir brauchen Wachstum zu Leben. Aber eins darf an dieser Stelle gesagt sein:

Du bist gut genug! Du bist perfekt, so wie Du bist!

Wer versucht sich selbst zu entwickeln, ohne sich selbst zu mögen und sich immer wieder mit den eigenen Defiziten antreibt, der wird nie ankommen können. Dann egal, was Sie erreichen, es wird nicht gut genug sein.

Der Partner ist nicht gut genug.
Der Job ist nicht gut genug.
Die eigenen Fähigkeiten sind nicht gut genug.
Der eigene Körper ist nicht gut genug.
Der Kontostand ist nicht gut genug.
Die Anerkennung ist nicht gut genug.
Nichts ist dann gut genug.

Wenn ich mir selbst nicht gut genug bin, dann wird mir auch alles andere nicht gut genug sein.

Und selbst wenn ich mal etwas Großartiges in meinem Leben habe, dann sabotiere ich vielleicht auch dies wieder, weil tief in mir der Glaube sitzt, nicht gut genug dafür zu sein.

Überlegen Sie mal, was sich alles ändert, wenn Sie sich selbst gut genug sind:

  • Sie gehen endlich entspannt mit sich selbst um.
  • Sie vergleichen sich nicht mehr ständig mit anderen Menschen.
  • Sie lernen Ihre Eigenheiten zu schätzen und respektieren dadurch
    auch die Eigenheiten Ihrer Mitmenschen mehr.
  • Sie müssen nicht mehr ständig unter Druck besser werden.
  • Sie werden Fehler und Unzulänglichkeiten entspannter betrachten.
  • Sie können glücklich sein, egal, was um Sie herum passiert.
  • Ihr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl steigen sofort an.
  • Sie kämpfen nicht mehr ständig innerlich gegen sich selbst.
  • Sie wollen nicht mehr ständig mehr, sondern genießen das was
    schon da ist.

Mal Hand auf Herz, wieviel von all den großartigen Dingen in Ihrem Leben bekommen die angemessene Wertschätzung von Ihnen, weil Sie so busy sind, ständig alles zu verbessern?

Wenn Sie wachsen und sich entwickeln wollen, dann tun sie davon soviel sie können. Aber tun Sie es mit der Grundlage:

„Ich bin gut genug. Ich bin genau so, wie ich gerade sein soll. Ich bin perfekt!“

Dann geht es Ihnen nicht nur besser, auch Ihr Wachstum wird leichter und spielerischer. Genießen Sie sich selbst.

Viel Spaß  und vielen Dank für Ihre Treue beim Lesen des CoachingBerlinBlog,
Ihr Andreas Förster

Die Macht unserer Aufmerksamkeit

Spielanleitung für das menschliche Leben

Ein guter Gastgeber sein

Täglich besuchen uns viele Gedanken, manche sind freundlich und erfreuen uns, andere sind vielleicht düster oder traurig und sind uns unliebsam. Was nützt es jedoch, über unerfreuliche Gedanken zu schimpfen und sie los werden zu wollen? Je mehr man einen nervigen oder belastenden Gedanken nicht haben will, desto penetranter bleibt er meistens bestehen. Wir können unsere Gedanken nicht aus dem Kopf schmeißen, noch können wir sie einfach abstellen. Vielleicht sollten wir sie einfach mit Gelassenheit und Humor nehmen, wohlwissend, dass sie kommen und gehen, ohne dass wir dies beeinflussen könnten. Seien Sie ein guter und liebevoller Gastgeber, das ist das Beste, was Sie für Ihre Gedanken tun können. Der persische Mystiker Rumi beschreibt dieses Bild in wunderschönen Worten:

Das Gasthaus

Das menschliche Dasein ist ein Gasthaus.
Jeden Morgen ein neuer Gast.
Freude, Depression und Niedertracht –
auch ein kurzer Moment von Achtsamkeit
kommt als unverhoffter Besucher.
Begrüsse und bewirte sie alle!

Selbst wenn es eine Schar von Sorgen ist,
die gewaltsam Dein Haus
seiner Möbel entledigt,
selbst dann behandle jeden Gast ehrenvoll.
Vielleicht reinigt er Dich ja
für neue Wonnen.

Dem dunklen Gedanken, der Scham, der Bosheit –
begegne ihnen lachend an der Tür
und lade sie zu Dir ein.
Sei dankbar für jeden, der kommt,
denn alle sind zu Deiner Führung
geschickt worden aus einer anderen Welt.

Maulana Dschelaleddin Rumi (persischer Dichter)

Ihre Tanja Madsen vom Coaching Berlin Blog Team.

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Frühjahrsputz

Großreinemachen und Entrümpeln kann sehr befreiend sein –  Nutzen Sie die Frühjahrsenergie!

Hausarbeiten wie putzen, aufräumen und ausmisten sind  nicht immer geliebte Tätigkeiten, die  auch gerne mal an andere delegiert werden. Aber kennen Sie nicht auch das befriedigende Gefühl, wenn Sie sich durch den Berg von dreckigem Geschirr gearbeitet haben oder die herum liegenden Stapel und Papierhäufchen rund um den Schreibtisch abgearbeitet und abgeheftet sind? Im Anschluss stellt sich oft eine wohltuende Entspannung ein.

Wenn ich äußerlich aufgewühlt oder zerknirscht bin, fange ich manchmal an, einfach meinen Schrank aufzuräumen. Ich falte meine Shirts und lege sich fein säuberlich zu Stapeln übereinander. Das hat schon fast etwas meditatives und zentrierendes für mich. Der Geist wird ruhig und am Ende stellt sich ein befriedigendes Gefühl ein. Ich habe mit den eigenen Händen etwas sortiert, geordnet oder gereinigt und im Anschluss sieht man das Ergebnis. Aber nicht nur im Außen hat sich etwas sichtbar verändert, auch meine Stimmung ist anders.

Wie Innen, so Außen

Das Aufräumen und Reinigen im Außen scheint eine Wirkung auf unser Inneres zu haben. So passt auch die These von Hermes Trismegistos: Wie Oben so Unten  – Wie Innen so Außen  – wie im Kleinen so im Großen. Habe ich Klarheit und Übersicht in meinem Kleiderschrank hergestellt, so entfaltet sich auch eine gedankliche Klarheit. In der Zen-Meditation wird dieses Prinzip ebenfalls verfolgt. Einfache häusliche Tätigkeiten wie putzen, fegen oder Tee zubereiten, werden als Achtsamkeitsmeditation ausgeübt. Es geht nicht um das schnelle Verrichten ungeliebter Routinetätigkeiten sondern um das bewusste und fokussierte Ausüben einer Sache.

Sie müssen für diese Erfahrung nicht ins Kloster gehen, Sie können auch einfach bei sich zuhause Hand anlegen: Fensterputzen, Geschirr abwaschen oder Fegen sind gut geeignet als Meditationsübungsfeld.

Und was ist mit dem Gerümpel des Alltags?

Manche Menschen behaupten, dass Gegenstände Energie binden, vor allem ungeliebte Altlasten. Hier einige Vorschläge, wie und wo Sie Ihr Leben entrümpeln können:

  • Sortieren Sie einmal in Jahr ihren Kleiderschrank aus und geben Sie die Kleidung und Schuhe weg, die Sie das ganze Jahr über nicht getragen haben. Oder glauben Sie noch daran, dass diese Kleidungsstücke in der nächsten Saison endlich Ihre Lieblingsstücke werden und auf der Hitliste der meistgetragenen Kleidungsstücke ganz oben landen? Unwahrscheinlich. Machen Sie Platz für Neues.
  • Trennen Sie sich von ungeliebten Mitbringseln und lieb gemeinten Geschenken anderer, die schon lange im Regal verstauben. Sie müssen sich ja schließlich die ganz Zeit den Kitsch und die geschmacklichen Entgleisungen der Tourismusindustrie anschauen, nicht die Schenker.
  • Bewahren Sie noch irgendwo alte Röntgenaufnahmen von einem gebrochenen Fuß oder ähnliches auf? Weg damit, oder wollen Sie beim nächsten Spieleabend mit  ihrem Dreifachbruch nebst Schrauben im Knochen bei ihren Gästen Eindruck schinden?
  • Entledigen Sie sich alter Liebesbriefe von längst Verflossenen, damit Ihr aktueller oder ein zukünftiger Partner „Raum“ in Ihrem (Innen)leben hat.
  • Unterlagen aus der Schul- oder Studienzeit, in die Sie seit Jahren nicht mehr reingeschaut haben – ab in den Altpapiercontainer oder glauben Sie ernsthaft, Sie schauen irgendwann noch mal nach, was Sie sich vor 10 Jahren zum Thema Thermodynamik aufgeschrieben haben?
  • Wie sieht es bei Ihnen aus mit altem Plunder im Keller, auf dem Speicher oder unter dem Bett? Was für Kuriositäten sammeln sich da? Auch wenn diese Ecken verdeckt sind und Sie das nicht jeden Tag sehen, wie schläft es sich wohl auf einem Bett unter dem Gerümpel verstaut ist?

Auch wenn Sie an Dingen hängen und es Ihnen schwer fällt, probieren Sie es aus. Sie werden feststellen, wie befreiend es sein kann, sich von altem Ballast zu befreien.

Als ich für längere Zeit ins Ausland gegangen bin, habe ich fast alle meine Besitztümer verschenkt oder verkauft. Manches war schmerzlich aber alles in allem habe ich mich sehr befreit und leicht gefühlt. Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes mit „leichtem Gepäck“ durch Lateinamerika gereist. Manchmal tut so eine Radikalkur Wunder.

Viel Spaß beim Frühjahrsputz wünscht Ihnen Ihre Tanja Madsen

vom Coachingberlinblog-Team!

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Hören Sie dazu auch mein Interview auf Radio Eins.

Spielanleitung für`s Leben

INKARNATIONSVERTRAG:

§ 1
Sie erhalten einen Körper. Dieser Körper ist neu und einmalig. Niemand sonst bekommt den gleichen.

§ 2
Sie erhalten ein Gehirn. Es kann nützlich sein, es zu benutzen.

§ 3
Sie erhalten ein Herz. Die besten Resultate erzielen Sie, wenn Hirn und Herz ausgewogen benutzt werden.

§ 4
Sie erhalten Lektionen. Niemand bekommt exakt die selben Lektionen wie Sie oder kann sie Ihnen abnehmen.

§ 5
Sie können tun, was Sie wollen. Alles, was Sie anderen antun, kommt zu Ihnen zurück.

§ 6
Eine Lektion wird so lange wiederholt, bis sie begriffen wurde (auch inkarnationsübergreifend).

§ 7
Dieser Vertrag ist für alle gleich. Es gibt keine Privilegien, auch wenn einige das behaupten. Handschriftliche Änderungen haben keine Gültigkeit.

§ 8
Sie bekommen Spiegel, um zu lernen. Viele Spiegel sehen aus wie andere Körper. Sie sind dazu da, Ihnen etwas zu zeigen, das in Ihnen ist.

§ 9
Wenn Ihr Körper zerstört wird oder aufhört, zu funktionieren, bekommen Sie einen neuen. Es kann zu Wartezeiten kommen.

§ 10
Der Inkarnationsvertrag läuft erst aus, wenn alle Lektionen zu einem befriedigenden Ergebnis geführt haben.

§ 11
Was befriedigend ist, bestimmen Sie!

Nützliche Hinweise und Tipps:

➽Ziel ist es nicht, beim Verlassen eines Körpers möglichst viel Geld zu haben.

➽Es gibt keinen Bonus für Berühmtheit oder Beliebtheit.

➽Sie müssen sich nicht an den Fehlern anderer orientieren.

➽Regeln sind dazu da, überprüft zu werden.

➽Behauptungen anderer über das Ziel können Ablenkungen sein.

➽Sie können nichts falsch machen. Es kann höchstens länger dauern.

➽Zeit ist eine Illusion!

➽Sie haben Zugriff auf alle Antworten über eine spezielle Verbindung in Ihrem Herzen.

➽Alles innerhalb des Schulungsraums reagiert auf Herzensausstrahlung.

➽Versuche, den Schulungsraum zu beschädigen, führen zu Einschränkungen.

➽Niemand kann Ihnen die Verantwortung abnehmen.

➽Gewalt führt niemals zu einer Lösung.

➽Es kann nützlich sein, darauf zu achten, welche Situationen sich wiederholen.

➽Drogen (legale und illegale) können die Wahrnehmung der Lektionen verfälschen.

➽Nur, weil alle sich auf eine Weise verhalten, muss das nicht bedeuten, dass es richtig ist.

➽Es gibt selten nur eine richtige Lösung.

➽Sie können einen Antrag auf Vergebung stellen.

➽Es gibt keine Extraklauseln für niemanden.

➽Sie werden geliebt. (Auch wenn Sie in der Bronx oder Somalia sind.) Alles andere ist Täuschung.

➽Lektionen sind besondere Gelegenheiten, sich zu entwickeln und keine böse Absicht.

➽Es kann riskant sein, seinen Körper anderen anzuvertrauen.

➽Andere in der Entwicklung zu behindern, bringt keinen Vorteil.

➽Sie bekommen (vorzugsweise während der Nachtstunden) Gelegenheit, den Körper zu verlassen.

➽Erinnerungen an Erfahrungen außerhalb des Körpers werden nicht im Körper bzw. Gehirn gespeichert.

➽Herumspielen an Ihrem Körper ist Ihr gutes Recht. An den Körpern anderer erfordert deren Einwilligung.

➽Abgucken ist sinnlos!

➽Wer Ihnen eine Lebensversicherung anbietet, ist ein Betrüger.

➽Das mutwillige Beenden einer Inkarnation führt zu viel unnützem Papierkram.

➽Wissenschaftliche Gutachten und heilige Schriften dienen der Verwirrung.

➽Es geht nicht darum, Erster zu sein.

➽Es geht nicht darum, cool auszusehen.

➽Niemand macht in Ihrer Situation eine bessere Figur als Sie.

➽Sie sind nicht der Einzige, der am Sinn des Inkarnationsvertrages zweifelt.

➽Da Sie diesem Vertrag zugestimmt haben, ist es unnütz, sich darüber zu beschweren, dass Sie hier sind.

Quelle: unbekannt

Achtsamkeit

„Wenn Du scheiterst und dabei achtsam bist, ist das Scheitern wertvoller
als das Gelingen ohne Achtsamkeit“

aus C.D. Grubes Buch „Zen und die erste Million“