Achtsamkeit vs Autopilot

Leben Sie Ihr Leben, oder werden Sie vom Leben gelebt?

Eine der größten und sinnvollsten Fähigkeiten Deines menschlichen Daseins besteht darin bestimmte Dinge zu lernen und so zu automatisieren, dass sie völlig ohne Dein bewusstes Zutun geschehen. Auto fahren, den Computer bedienen, das Geschirr spülen, Emails schreiben, selbst einfaches Laufen oder Sprechen – all jene Dinge hast Du irgenwann ganz langsam Schritt für Schritt gelernt. Jetzt brauchst Du aber nicht mehr darüber nachzudenken. Diese Dinge klappen von ganz allein. Manchmal wird aber genau dieser Automatismus zur Gefahr für uns.

Die unbewusste Kompetenz – der Autopilot

In der Psychologie nennt man es die „unbewusste Kompetenz„. Wir lernen etwas bewusst und je mehr wir es tun, desto einfacher und automatisierter wird es. Irgendwann ist es ganz „normal“ laufen, sprechen oder mit Messer und Gabel essen zu können. Für viele Aspekte unseres täglichen Lebens ist es essenziell bedeutsam, diese Dinge einfach ohne größere bewusste Anstrengungen tun zu können. Es spart Zeit und Energie Dinge aus dieser unbewussten Kompentenz heraus zu tun. Im Grunde läuft in einem solchen Augenblick unser Verhalten auf Autopilot. Wir denken ja nicht mehr darüber nach.

Die Gefahr des Autopiloten und die Notwendigkeit der Achtsamkeit

Wie gesagt, für viele Aspekte des Lebens ist die Abkürzung durch die unbewusste Kompetenz und durch unseren Autopiloten sinnvoll. Wer würde jetzt schon gern jedes Mal im Auto wieder wie ein Anfänger das Fahren lernen wollen. Aber dieser Autopilot birgt auch gefahren, denn wir hinterfragen ihn nicht mehr.

Und gerade in den wichtigen Aspekten des Lebens kann der Autopilot genau das falsche Programm sein:

Hier sind ein paar Fragen, ob Du auch im Autopilotmodus agierst:

  • Sagst Du im Streit Dinge, die Du im Nachhinein bereust?
  • Isst Du schon seit Jahren immer das Gleiche, obwohl es Dir nicht gut tut, Du es aber immer so getan hast?
  • Schaltest Du, wenn Du nach Hause kommst automatisch den Fernseher an?
  • Gehst Du immer gleich ans Handy, wenn es klingelt?
  • Wiegelst Du die Fragen Deiner Kinder mit den Worten „Das macht man so/ Das ist einfach so, weil ich es so sage“ ab?
  • Steckst Du Energie in Dinge, die Dir gar keinen Spass machen, nur weil Du es so gewohnt bist?
  • Hast Du die Zigarette oder Schokolade schon im Mund, bevor Du es merkst?
  • Reagierst Du auf neue Ideen und Einflüsse skeptisch und siehst diese als Bedrohung?
  • Wirst Du unter Druck und Stress immer schneller und schneller und schneller?

Die Liste könnte endlos so weitergehen. In meiner jahrelangen Coachingerfahrung ist das Agieren aus dem Autopiloten heraus, das Handeln aus der Alltagsgewohnheit, einer der wichtigsten Gründe, warum Menschen nicht das Leben leben, dass sie leben wollen. Gut, es ist bequem immer dasselbe zu tun, zu denken und zu erleben. Das ist aber auch schon alles.

Willst du wirkliche Lebensqualität?

Der einzige Weg zu wirklicher Lebensqualität ist der Weg zur Achtsamkeit:

Erlebe Deine Umwelt bewusst. Erlebe Dich selbst bewusst. Sei aufmerksam, was wirklich passiert. (Viel zu oft hat der Kopf eine Geschichte parat, die in der Wirklichkeit nie passiert). Bemerke Deinen Autopiloten, wann immer Du kannst und löse ihn durch Dein bewusstes Erleben ab.

Wer achtsam ist, bekommt mit, was innen drin und außen herum wirklich passiert. Nur wer achtsam ist, kann wirklich genießen. Wie genau genießt Du das, was Dir gut gefällt? Nimmst Du Dir Zeit zum Genießen?

In jedem Moment Deines Lebens triffst Du eine wichtige Entscheidung:

Entweder überlässt Du Dein Leben dem Autopiloten oder Du lebst bewusst und in Klarheit. Achtsamkeit ist trainierbar. Wenn Du jahrelang das Leben einfach nur geschehen lassen hast, dauert es vielleicht etwas länger. Je mehr bewusste Momente Du aber erlebst, desto leichter wird es achtsam zu sein. Achtsamkeit ist wie ein Muskel aufbaubar. Du kannst es trainieren. Wichtig ist, dass Du es so oft wie möglich tust. Und während ein Muskel im Training ermüdet, so wird Achtsamkeit einfach immer nur größer und gibt Dir mehr und mehr Energie. Jeder Moment zählt.

Die Wahl liegt bei Dir. Und das ist die wirklich gute Nachricht.

Du entscheidest.

Jetzt.

PS: Wenn Dir dieser Artikel gefällt, lies unbedingt hier noch weiter „Rituale der Achtsamkeit

Klarheit durch Einfachheit

„Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung.“ Leonardo da Vinci

Eine der merkwürdigsten Strategien, die ich in meiner Umwelt beobachte und der ich früher auch immer erlegen bin ist, dem Stress durch noch mehr und noch schnellere Betriebsamkeit zu begegnen.

Und so rennen viele Menschen, die ich kenne, heute durch eine Welt, die Ihnen keine Ruhe läßt.

Dabei ist es so einfach wieder Ruhe und Klarheit ins eigene Leben zu bringen. Die Antwort ist einfach:

1.Tu weniger!

2. Besitz weniger!

3. Sei weniger!

Ok, dies ist erklärungsbedürftig.

Fangen wir mit Punkt 1: „Tu weniger!“ an:

Der größte Fehler, den ein Mensch der unter Stress und Druck steht machen kann, ist nochmehr und mehr den Aufgaben und Tätigkeiten hinterher zu rennen. Die wichtigste Botschaft hier ist: „STOP! Und jetzt schau Dich um:“

  • Dient Dir, das was Du gerade tust, Deine Ziele zu erreichen?
  • Ist das was Du tust und das was Deine To-Do-Liste Dir sagt, wirklich wichtig oder füllt es nur Deine kostbare Zeit mit endlosen scheinbar wichtigen Tätigkeiten?
  • Bedeutet hohe Betriebsamkeit, dass Du gute Ergebnisse erzielst?

Streich Deine Tätigkeiten und Verbindlichkeiten zusammen. Das gilt für Betriebssamkeit, das gilt aber auch für die materielle Welt, mit der Du Dich umgibst. Kündige unnötige Abos (Zeitschriften, Clubs die Du nie besuchst), sag nein zu sozialen Verpflichtungen wie Feiern, Geburtstage und anderes, zu denen Du nur gehst, weil Du Dich verpflichtet fühlst. Schaffe Dir selbst Ruhe und Qualitätszeit dadurch, dass Du Unwichtiges loslässt.

Erst wenn Du zur Ruhe kommst, durchatmest und mit Abstand Dein Leben betrachtest, wirst Du gute Entscheidungen darüber treffen, wie Du Deine Zeit nutzt.

Punkt 2: Besitz weniger!

Wie oft suchst Du im Büro oder zuhause nach Dingen, die Du eben noch in der Hand hattest? In unserer Überflussgesellschaft quillen Millionen von Regalen, Kellern und Dachböden über, vor lautem unnützen Zeug. Nur unser Verstand will den alten Kram nicht loslassen, man könnte es ja beim nächsten Umzug gebrauchen.

Materielle Dinge wiegen Dich herunter. Du musst sie putzen, irgenwo hinstellen, immer wieder aus dem Weg räumen, Dich um ihre Verwaltung kümmern und jedes Mal fragst Du Dich wieder, wieso Du das eigentlich immer noch besitzt.

Wir sind so von Besitzdenken geprägt, dass Menschen zum Teil selbst Ihre Partner, Kinder oder Mitarbeiter wie Ihren Besitz behandeln. Da stimmt doch etwas nicht!

Die Lösung: Ausmisten, Aussortieren von alten Dingen kann eine heilsame Erfahrung sein:

  • (Fast) Alles was Du länger als 12 Monate nicht benutzt hast, kannst Du entsorgen.
  • Alles was negative alte Emotionen für Dich verankert (bestimmte Kleidung, Gegenstände, Bilder) solltest Du so schnell wie möglich ans Universum zurückgeben. Du brauchst das nicht mehr!
  • Schaffe nichts Neues an, ohne etwas Altes dafür wegzugeben.
  • Viele alte Dinge können in der Welt noch Gutes tun, also ab damit zum Roten Kreuz, Obdachlosenheim, Kindergarten oder wer immer sonst noch davon profitieren kann.

Du musst auch nicht alles kaufen, was Dir gefällt. Ich mach es immer so: Wenn ich etwas sehe, was ich kaufen möchte, dann schaue ich es mir an und gehe dann zunächst weiter. Egal ob auf dem Markt, in der Shopping Mall oder beim Weihnachtsshoppen. Wenn ich das Ding wirklich will, fällt es mir später wieder ein und ich gehe nochmal hin, um es zu kaufen. In 95 Prozent der Fälle habe ich das Ding  nach 5 Minuten wieder vergessen und habe mein Geld für wichtiges gespart.

Punkt 3: Sei weniger!

Wir verbrauchen so viel unserer kostbaren Energie damit, bei anderen einen guten Eindruck zu machen oder ein bestimmtes Bild von uns vermitteln zu wollen. Die anderen sollen sehen, wie gut, wie professionell, wie gebildet, wie up-to-date, wie modisch, wie interessiert, wie reif, wie großartig, wie wie wie (füge hier alle anderen Dinge selbst ein).

Wir sind so damit beschäftig ein Bild von uns selbst zu erschaffen und hoffen dann das andere dieses Bild bestätigen. Wenn das nicht geschieht, stecken wir nochmehr Energie hinein. Das ist anstrengend und verhindert tatsächliche menschlichen Begegnungen. Es ist, als ob wir unvollständig wären und dass wir uns immer verbessern müssen, um endlich OK zu sein.

Hier sind ein paar Coaching-Tipps dieser Falle zu entgehen:

  • Stehe zu Deiner Menschlichkeit und Deinen Emotionen.
  • Leb Dein Leben und nicht die Erwartungen anderer.
  • Sei weniger, rede weniger: Du hast zwei Ohren und nur einen Mund!
  • Sei für andere da.
  • Vertrau Dir selbst. Du bist vollkommen Ok, so wie Du bist.
  • Niemand anderes kann Dir Erfüllung geben, nur Du Dir selbst.
  • Sei ehrlich mit Dir selbst. Renne nicht irgendeinem Bild hinterher, dass Du glaubst erfüllen zu müssen.
  • Die Meinung anderer über Dich gehört ihnen. Mach dich frei, von Meinungen. Du bist Du.
  • Lebe nicht um zu gefallen, sondern um Dir selbst gerecht zu werden.

Die Essenz für ein besseres Leben liegt in der Einfachkeit.

Da Vincis Worte: „Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung." sind so wirkungsvoll, wahr und richtungsweisend, dass es sich lohnt mal in Ruhe und Einfachheit darüber nachzudenken.

Viel Spaß dabei. Und denk daran: Für ein paar Minuten am Tag tu weniger, besitz weniger und sei weniger.

PS.: Wenn Dir dieser Artikel gefallen hat, magst Du bestimmt auch über sich selbst Lachen können.

Einfache Tipps gegen Burn-out

Hier sind ein paar sehr einfache Tipps Burnout vorzubeugen oder sogar Burnout zu lindern. Danke euch Lesern, für die vielen Anfragen und Klicks zu dem Thema Burnout. Am Ende gibt es noch einen Veranstaltungstipp. Eines möchte ich jedoch gleich vorwegschicken:

Burnout steht meiner Erfahrung nach im direkten Zusammenhang damit, wie weit weg du von dir selbst bist!

Los gehts:

  • 1. Sei bei Dir

    Warum? Burnout entsteht, wenn du mehr Energie im Außen verbrauchst, als du im Inneren erzeugen und regenerieren kannst. Gedanken, Sorgen, Deadlines und Druck haben alle mit der Außenwelt zu tun.
    Alle Menschen, die ich mit Burnout erlebt habe, haben ein mentales Phänomen gemeinsam. Sie sind in Gedanken fast ausschließlich assoziiert mit dem äußeren Geschehen und völlig dissoziiert von ihrem eigenen Menschsein. Wer sich selbst nur noch als Produktionseinheit betrachtet steuert schnurstracks auf Probleme zu.  Also:

  • 2. Ehre deine Menschlichkeit

    Du bist ein Mensch und hast menschliche Bedürfnisse. Wem dient es, wenn du permanent Übermenschliches von Dir selbst und anderen verlangst? Was ist mit Deinen menschlichen und spirituellen Bedürfnissen? Kümmerst Du Dich so gut um Dich, wie um all die Dinge im Außen? Wenn Du Burnout vermeiden willst, gib Deinem Menschsein Aufmerksamkeit.

  • 3. Stell Dich dem Unangenehmen

    Rennst Du im Leben umher, arbeitest wie verrückt und hältst Dich beschäftigt, nur um unbequemen Dingen aus dem Weg zu gehen? Oft kann große Betriebsamkeit Folge einer Vermeidungsstrategie sein. Willst Du Dich unangenehmen Dingen nicht stellen? Wenn das auf Dich zutrifft: STOP! Die Antwort liegt da, wo Du noch nicht hingeschaut hast. Folgende Fragen können helfen: Wer bin ich? Wo will ich hin? Was tue ich gerade? Welche Entscheidungen meide ich gerade zu treffen?

  • 4. Höre Dir selbst zu

    Wenn Du Burnout vermeiden willst, höre Dir selbst mal zu. Nimm Dir Zeit entspannt nur zu sitzen oder im Park zu spazieren und hören Deinen Gedanken zu. Wovon erzählen sie dir? Wieder nur von Arbeit, Erledigungen oder den Erwartungen an Dich selbst oder andere? STOP! Frag Dich: Was tut mir gut? Was tue ich nur, um anderen zu gefallen? Ehre ich mein Menschsein mit dem, wie ich lebe? Will ich so weitermachen?

  • 5. Soll es so weitergehen?

    Gehöre nicht zu den Menschen, die sich zwar über Stress und Druck aufregen, dann aber genauso weiter durch Leben rennen und getrieben werden wie vorher. STOP! Wenn Dir etwas nicht gefällt frag, dich: Soll das so bleiben? Wenn die Antwort nein ist, dann musst DU etwas ändern. (Beginne bei Punkt 1)

  • 6. Vertrau Dir

    Ein übliches Merkmal von (drohendem) Burnout ist, dass Burnoutgefährdete ihren eigenen Fähigkeiten und ihrer Kraft nicht mehr zutrauen, den Berg von Herausforderungen zu bewältigen. Deshalb ist es wichtig, dass Du Deinen Verstand einfängst, wenn er den Berg ansehen will. Besinne dich auf den Schritt den Du gerade tust. Und geh diesen Schritt in Ruhe und Klarheit. Schneller ist nicht besser!

  • 7. Priorisiere

    Ein anderes Phänomen ist, das Burnout meist mit mangelnder Priorisierung zu tun hat. Achtung hier kommt eine unverzichtbare Botschaft: NICHT ALLES WAS DRINGEND IST, IST AUCH WICHTIG! Lerne Unsinn und Unwichtiges auszusortieren und loszulassen.

  • 8. Zulassen

    Da Du nicht alles kontrollieren kannst, lass es lieber gleich sein. Erlaube den Geschehnissen sich zu entwickeln. Lass auch mal Stress und negative Emotionen in Dir zu. Schau sie dir an. Was machen sie? Was wollen sie von dir? Kämpfen kostet viel Kraft. Sei absolut aufmerksam und atme weiter.

  • 9. Frische Luft und Bewegung

    Egal wie müde oder kaputt Du bist. Lass den Fernseher aus, zieh Dich an und geh eine halbe Stunde an der frischen Luft spazieren. Besuche Yoga oder Tai Chi Klassen, tue auf jeden Fall etwas für Deinen Körper. Burnout hat viel damit zu tun, wie du Deinen Körper pflegst und bewegst. Mir gefällt die Sichtweise der Hindus, die sagen: „Der Körper ist der Tempel in dem dDeine Seele wohnt.“ Also, wie sieht es in Deinem Tempel aus?

Lies passend zum Thema unsere anderen Artikel über Burnout:
Burnout Meditation , Zurück zur Energie – Wege aus dem Burnout oder suche rechts in der Suchmaske alles zu Thema Burnout in unserem Blog. Du lebst nur einmal!

Übrigens findet am ersten Novemberwochenende ein Achtsamkeits-/ Meditationstraining bei uns in Berlin statt. Dazu haben wir mit Maggy Neukirch eine erfahrene Praktizierende eingeladen. Seit dreissig Jahren verbringt Maggy sechs Monate im Jahr im buddhistischen Kloster in Chiang Mai/Thailand. Alle Einnahmen werden dem Kloster gespendet. Kontaktiere uns dazu bitte per Email coachingberlinblog(at)googlemail.com

Erinnerung an die Kostbarkeit des Lebens

Heute morgen hörte ich im Radio, dass Steve Jobs seinem Krebsleiden erlag. Bekannt wurde Steve Jobs vor allem durch sein Visionärsdasein bei Apple, dem Unternehmen, das unter seiner Leitung Massstäbe für das 21. Jahrhundert setzte.

Aber nicht nur seine Erfolge sind bemerkenswert. Mit Steve Jobs verliert die Welt einen Menschen, der die Kostbarkeit des Lebens schätzte. Ein Mensch der wusste, dass wir nur einmal leben und in diesem Leben die Welt verändern können. Jeder Einzelne von uns.

Als Dankeschön für die Inspiration und viele spannende Geschichten hier noch einmal Steve`s Aufruf an die Studenten

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Steve Jobs Tod berührt heute viele Millionen Menschen.

Ein Kommentar beschreibt die Gefühlslage bei vielen Fans, Freunden und bei Apple mit der einfach Beschreibung „ISad“.

Danke Steve Jobs für dein Lebenswerk, dass so vielen Menschen Kraft und Hoffnung gibt!

„Wenn Du jeden Tag so lebst, als wäre es Dein letzter, wirst Du ganz sicher eines Tages Recht haben“

Entkomme dem Zirkus – Coach Dein Selbstbild

Liebe Coaching Berlin Blog Leser,

schaut mal, heute habe ich ein spannendes kurzes Video gefunden, zu einem Thema, das alle Menschen betrifft.

Ist „normal“ wirklich normal?

Entkomme dem Flohzirkus

(Eine kurze Übersetzung des englischen Kommentares finden Sie am Ende des Artikels)

Erstaunlich nicht wahr?

Und jetzt überlegen Sie mal, wieviele Menschen genauso nur im Rahmen dessen leben, was Ihnen vorgelebt wurde.

Eine der großen Herausforderungen für Menschen ist es, vorgefertigte Selbstbilder zu verlassen und sich Dinge zuzutrauen, die ihnen vorher unmöglich erschienen. Im Coaching ist deshalb die Arbeit am Selbstbild eines Menschen essenziell. Das Modell der logischen Ebenen aus dem NLP beschreibt sogar, dass Ihr Selbstbild sehr massgeblich dafür ist, was Sie in Ihrem Leben erleben werden, was Sie lernen und erreichen können. Selbst ob andere Menschen Sie mögen oder nicht hängt direkt mit Ihrem Selbstbild zusammen.

Ob Sie es glauben oder nicht, Ihr Selbstbild bestimmt sogar darüber wieviel Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen Sie sich selbst zu haben erlauben.

Selbstcoachingtipp: Hier ist die gute Nachricht

Als Sie als Baby geboren wurden, kannten Sie keine Limitierungen und Grenzen. Sie hatten weder eine Vorstellung von dieser Welt noch ein Selbstbild. Hier ist die gute Nachricht: Sie haben dies alles erlernt.

Und wenn Sie einmal wieder darüber nachdenken, warum Sie bestimmte Ziele und Beziehungen nicht so erleben, wie Sie es wollen, dann denken Sie mal über Ihr Selbstbild nach.

  • Wie sehen Sie sich?
  • Was für ein Mensch sind Sie?
  • Welche Identität haben Sie (sich geschaffen/ erlernt)?
  • Was haben Ihnen andere wichtige Menschen in Ihrem Leben über SIE beigebracht?

Alles was derzeit in Ihrem Selbstbild ist, haben Sie erlernt. Das meiste davon in Ihrer sogenannten Erziehung durch Ihre Eltern und Familie. Manche Menschen hatten das Glück viel Positives über sich selbst zu lernen. Wenn dies bei Ihnen so ist, dann herzlichen Glückwunsch und weiter so. Aber auch Sie wollen vielleicht wachsen und sich verbessern?

Wenn Ihnen in Ihrer Kindheit oder in signifikanten Erlebnissen später aber Negatives über SIE beigebracht wurde, dann schenken Sie denjenigen, die dafür verantwortlich sind, dieses Bild zurück. Schaffen Sie sich nun selbst ein Bild von sich (von Ihrem Selbst) an, das Ihnen gut tut. Ihr eigenes Selbstbild!

Hier sind ein paar Selbstbild – Coaching – Tipps dafür:

  • Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihre Lebensgeschichte ab diesem Moment frei umschreiben. Wer oder was wären Sie ohne all die Limitierungen? Ein(e) Held(in), Leidenschaftlicher Liebhaber, erfolgreiche Geschäftsfrau, großartiger Vater… Schaffen Sie sich ein positives Bild, eine positive Vision von sich selbst!
  • Ersetzen Sie Ihr altes Selbstbild durch Ihr neues Selbstbild. (Tun Sie das vor Ihrem inneren Auge.) Wo ist das alte Bild? Genau dahin packen Sie jetzt das neue bunte, farbenfroh leuchtende neue Selbstbild. Hinterlegen Sie es mit Ihrer Lieblingsmusik, etwas was Ihnen richtig Leben einhaucht
  • Stützen Sie Ihr neues Selbstbild dadurch, dass Sie kleine Veränderungen in Ihrem Handeln vornehmen. Fragen Sie sich zum Beispiel: “ Was würde die neue Susi jetzt tun? Was würde Sie denken? Was würde Sie entscheiden?
    (Natürlich nur, wenn Sie Susi heißen. Füllen Sie Ihren eigenen Namen ein.)
  • Nehmen Sie sich morgens nach dem Aufwachen und am bestens nochmal Abends vor dem Einschlafen Zeit, Ihr ideales Selbstbild zu visualisieren und es hautnah zu erleben. Treten Sie in das Erleben direkt hinein und spüren Sie, wie es ist, Ihr neues Selbstbild zu sein.

Achtung: Dieser Prozess klingt leichter, als er Ihnen beim ersten Mal vorkommen kann. Holen Sie sich bei Bedarf einfach Unterstützung durch den Coach Ihres Vertrauens.

Selbstbild: das kleine Geheimnis

Früher haben Sie vielleicht noch andere Menschen Ihr Selbstbild prägen lassen. AB JETZT lassen Sie nur noch sich selbst daran oder einen Profi, der es wirklich gut mit Ihnen meint! Erzählen Sie Ihrem Umfeld zunächst nichts von Ihrer Veränderung. Es ist Ihr kleines Geheimnis. Achten Sie aber darauf, wie Ihre Mitmenschen Sie und Ihre kleinen Veränderungen wahrnehmen.

Machen Sie sich selbst das Geschenk und brechen Sie aus dem Flohzirkus aus. Arbeiten Sie mit Ihrem Selbstbild und leben Sie Ihr Leben wild und unersättlich.

Viel Spaß und Erfolg, Ihr Andreas Förster und das Coaching Berlin Blog Team

Übersetzung: Die Flöhe werden für drei Tage bei geschlossenem Deckel im Glas gehalten. Wenn der Deckel dann entfernt wird, werden die Flöhe trotzdem nie höher springen, als bis zur Deckelhöhe. Sie springen nie aus dem Glas heraus, weil Sie gelernt haben, wo die Grenzen des Glases sind. Sogar wenn das Glas wieder entfernt wird, ändern die Flöhe Ihr Verhalten nicht mehr. Der Kommentar sagt auch, das selbst nachfolgende Generationen sich genauso verhalten werden, das Gelernte also veerbt wird! Am ENDE steht der Text: Entkomme dem Zirkus und den Grenzen des imaginären Deckels)

Nicht ohne meinen Laptop

Teamentwicklung der besonderen Art. Was geschieht eigentlich, wenn man die Methode The Work of Byron Katie zur Teamentwicklung anwendet? Vier Trainer / Coaches gehen gemeinsam in Klausur und befragen ihre stressvollen Gedanken miteinander und übereinander. Ein persönlicher Erlebnisbericht von Tanja Madsen, erschienen in der letzten Kommunikation & Seminar (Copyright Junfermann Verlag).

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Nicht ohne meinen Laptop

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre Tanja Madsen, Coach für The Work of Byron Katie

Haben Sie Interesse, selber einmal ein Residential Coaching auf Mallorca zu erleben? Hier finden Sie mehr Information dazu.

Lesen Sie hier weiter Artikel zu der Methode The Work:

Innerer Frieden

Die Krise existiert nur in unserem Kopf

Über sich selbst lachen können

„Wer über sich selbst lachen kann, wird am ehesten wahrgenommen.“
(Sprichwort)

Nicht jeder Tag ist unser Bester –

Wenn wir uns ein normales menschliches Leben ansehen, dann stellen wir fest, dass es für fast alle Menschen immer wieder Zeiten gibt, in denen es nicht so gut läuft. Nicht jeder Tag ist immer unser bester Tag – das ist eine Realität des Lebens. Nicht jede Konversation, nicht jede Begegnung mit anderen Menschen verläuft immer so, wie wir es uns vorgestellt haben. Nicht immer sind unsere Ergebnisse zufriedenstellend. Es gehört zum Leben dazu, dass es diese Momente gibt.

Die beste Medizin ist über sich selbst zu lachen

Nun, es gibt veschiedene Strategien mit solchen Plateauphasen (in denen sich nichts so recht vorwärts bewegt) oder auch mit leichten Rückschlägen umzugehen.

Als Business Coach lerne ich in vielen Gesprächen diese verschiedenen Strategien und deren spezifische Wirkung auf meine Klienten sehr genau kennen. Hier ist meine kurze Zusammenfassung, was funktioniert und was nicht.

1. Was nicht funktioniert

  • Sich selbst unter großen Druck setzen und sich weiteren Stress erzeugen.
  • Fehler an sich selbst zu suchen und zu hart mit sich selbst ins Gericht zu gehen.
  • Permanent gegen den eigenen Zustand zu kämpfen.
  • Sich im eigenen Kopf über die Situation oder sogar andere beteiligte Menschen“be-schweren“.
  • Sich mental mit den Dinge zu beschäftigen, die außerhalb Ihres eigenen Einflussbereiches liegen.
  • Sich selbst Vorwürfe zu machen und sich damit noch schlechter führen und fühlen.

Nachdem Sie diese Punkte gelesen haben, denken Sie kurz darüber nach, wieviele dieser Strategien Sie eventuell unbewusst ebenfalls bei sich anwenden, wenn es mal nicht so optimal läuft. Diese Strategien haben also eher eine negative Wirkung auf Sie, obwohl sie einer positiven Intention folgen.

Ok, hier sind sinnvolle Lösungen, die Ihnen wirklich helfen können.

2. Hier ist was funktioniert

  • Lachen Sie über sich selbst.
    Nehmen Sie sich selbst nicht zu schwer und nicht zu ernst. Es ist noch nichts besser geworden, wenn wir zu ernst oder bitter werden. Lachen Sie auch mal über sich selbst.
  • Erwarten Sie nicht immer perfekt zu sein.
    Ihrer Erwartungshaltung perfekt zu sein, kann niemand in der realen Welt entsprechen! Auch Sie können das nicht. Deshalb lernen Sie bestimmte Momente, Eigenheiten und Dinge an sich und anderen zu akzeptieren. Nehmen Sie es leicht.
  • Bleiben Sie locker!
    Unter Stress und Anspannung verengt sich Ihre Wahrnehmungsfähigkeit und Sie neigen dazu immer mechanischer zu reagieren. Versuchen Sie es mal mit der …
  • Weltraumperspektive!
    Egal was Sie tun, wenn Sie gerade einmal unzufrieden mit etwas sind, dann verlassen Sie doch mal kurz diesen Raum, verlassen Sie die Stadt in der Sie sind. Verlassen Sie im Geist auch das Land und schauen einfach mal aus dem Weltraum auf diese Erde herunter. Irgendwo da unten, sitzt Ihr Körper und macht sich Sorgen. Wie wichtig sind die Dinge aber, wenn Sie sie nun aus dem Weltall herausschauend betrachten? Genau!
  • Haken Sie bestimmte Erlebnisse ab!
    Wenn Sie im Kopf bei bestimmten Ereignissen hängen bleiben, verpassen Sie solange die GEGENWART, bis Sie die Vergangenheit loslassen können. Das kann in einer Unterhaltung passieren, oder am Ende eines Arbeitstages. Lassen Sie Dinge in der Vergangenheit ruhen. Das Gute an der Vergangenheit ist: Sie ist vergangen!
  • Zustand klären kommt vor Sachen erledigen!
    Kümmern Sie sich zunächst darum, sich selbst wieder in einen guten Zustand zu bringen, bevor Sie sich um alle anderen Angelegenheiten sorgen. Sobald es Ihnen gut geht (z. B. weil Sie übersich selbst lachen), fällt Ihnen alles andere auch wieder leicht.
  • Vergessen Sie nicht zu atmen!
    Unter Stress und Anspannung verflacht unsere wichtigste Lebensfunktion, unsere Atmung. Lehnen Sie sich kurz zurück und atmen Sie für ein paar Minuten tief durch. Die Zeit investiert in den Atem, zahlt sich durch erhöhte Klarheit, besseren Überblick und mehr Leistungsfähigkeit hundertfach zurück.

Zusammenfassend läßt sich also feststellen, oftmals ist es besser zunächst mal loszulassen und auch mal über sich selbst zu lachen, wenn es mal nicht so gut läuft.

Seien Sie gut zu sich selbst. Vergessen Sie Stress, Erwartungen und Sorgen für einen Moment. Genießen Sie die Weltraumperspektive, atmen Sie tief durch und vor allem Lachen Sie mal über sich selbst. Das tut Ihnen und anderen gut!
Lesen Sie passend dazu auch:

Lächle Dich selbst an und Deine Stimmung hebt sich!

Neue Wege zur Lösung!

Ihr Andreas Förster

Wie Sie ein Nein nicht als Antwort akzeptieren…

Gestern gab es wieder eine dieser Situation. Ich hatte mir für den Nachmittag eine Surfstunde in einer Surfschule im Surfparadis Peniche, Portugal vorgenommen. Vormittags hatte ich alles abgesprochen. Aber Nachmittags komme ich in der Schule an und die Trainer sagen mir, es geht doch nicht mehr, weil die Klasse schon voll sei.

Nun, es war windig, grauer Himmel und recht kühl, ich hatte vor gut einer Stunde gegessen und fühlte mich ein wenig müde. Schon mich auf den Weg zu Wassersport in diesen Bedingungen zu machen, war nicht einfach. Dazu kam, dass ich seit mehr als fünf Jahren nicht mehr surfen war. Ich war mir nicht sicher, ob es mir überhaupt Spaß machen würde.

Früher wäre ich einfach nach Hause gegangen

Eines habe ich mir aber über die letzten Jahre meines Lebens zur Gewohnheit gemacht: Ich lebe nur einmal und bei Dingen bei denen ich mir nicht sicher bin, probiere ich es am liebsten aus, anstatt mir im Kopf eine Geschichte zu erzählen, die mein Aufgeben oder Aufhören rechtfertigt. Ich stand also vor dem Surflehrer und hörte ihn sagen, es würde keinen Platz mehr in der Gruppe geben.

Ich stand vor einer Entscheidung. Mein Denken fand schnell Gründe, das Surfen für heute sein zu lassen oder aufzugeben. Das Wetter, meiner Partnerin würde sich in der Zeit lnagweilen, viel zu kaltes Wasser, blablabla.
So ging es mir für Moment. Wäre da nicht eine kleine Stimme gewesen, die mir sagte: „Du wolltest es doch machen, kommst extra hierher und jetzt akzeptieren ein Nein nicht als Antwort!“, wäre ich enttäuscht nach Hause gegangen und hätte den Rest des Tages vielleicht damit gehadert, nicht surfen zu können oder mich im Denken beschwert wie „unorganisiert die Portugiesen doch sind.“

Ich folgte der Stimme, die Gründe fand, es unbedingt jetzt machen zu wollen. Ich lächelte die Lehrer an, erklärte meine Situation und wie gern ich heute jetzt surfen gehen wollte. Und was passierte? Nach einem Moment der Stille boten Sie mir an, die Klasse doch mitzumachen und gaben mir sogar noch 25 Prozent Rabatt auf die Stunde!

Ich ging mit und ich surfte Wellen so gut, mit soviel Spaß und soviel Genuß wie noch nie zuvor. Den ganzen Abend über war ich extatisch von dem Gefühl auf Wellen getragen worden zu sein (Tipp: unbedingt mal ausprobieren!). Ich war wach und froh, mich aufgerafft zu haben und ich hatte den schönsten und erfolgreichsten Urlaubstag. Heute morgen sitze ich im Café neben der alten Kirche und schreibe diesen Artikel und genieße noch immer das erhabene Gefühl. Und wenn ich zurüch schaue, dann war es ein kleiner entscheidender Moment, der gestern den Unterschied gemacht hat: Der Moment, in dem ich ein Nein nicht als Antwort akzeptierte!

Es gibt viele Momente im Leben, wo wir unserem Verstand oder anderen Menschen nicht erlauben sollten uns auszureden, was wir tun, sein oder haben wollen.

Hier ein paar Tipps, wie Sie ein „Nein“ nicht als Antwort akzeptieren:

  • Unser Verstand findet schnell Gründe, die dagegen sprechen etwas zu tun. Finden Sie immer auch mindestens drei Gründe, die dafür sprechen.
  • Wenn andere „Nein“ sagen, geben Sie nicht sofort auf. Bleiben Sie aufrecht im Körper. Lächeln Sie. Teilen Sie dem Gegenüber Ihre Gründe mit, die dafür sprechen. (Böse gucken kann jeder, das bringt aber den anderen nicht dazu uns helfen zu wollen. Also lächeln Sie. Ja, lächeln Sie, wenn Sie ein Nein hören!)
  • Bleiben Sie ruhig und auf Ihr Ziel fokussiert.
  • Richten Sie Ihr Denken und Handeln so aus, als ob es keinen Zweifel gibt, dass Sie ihr Ziel erreichen.
  • Zeigen Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie gewillt sind, Ihr Ziel zu erreichen, egal was er/sie sagt.
  • Fragen Sie sich, was kostet es mich emotional, finanziell, gesundheitlich und für mein Selbstvertrauen, wenn ich jetzt schon aufgebe?
  • Holen Sie sich mindestens drei klare „Nein“s ab, bevor Sie sich entscheiden loszulassen.
  • Feiern Sie jedes Mal, wenn Sie trotz eines Neins doch noch an Ziel gekommen sind!

Überlegen Sie mal, wieviel wundervolle Möglichkeiten Ihnen in der Vergangenheit schon verloren gegangen sind, weil Sie beim ersten Nein aufgegeben haben. Treffen Sie jetzt die Entscheidung, dass Ihnen das nie wieder passieren wird. Es ist Ihr Leben. Sie sind verantwortlich für Ihre Träume, für Ihre Zufriedenheit. Kämpfen Sie für Ihre Rechte. Am besten tun sie das übrigens mit einen entspannten Lächeln! Seien Sie dabei so flexibel in ihrem Verhalten, wie ein kleines Kind, das sich etwas in den Kopf gesetzt hat.

Viel Spaß dabei… Ihr Andreas Förster

Ebenfall passend zum Thema:

Rein ins Leben – unser kostenloses Coaching Berlin Blog Audioprogramm für Sie

In drei Schritten zum Glück – Coaching Berlin Blog Videopodcast

Die richtigen Menschen fragen

Mal ganz ehrlich, würden Sie mit ihrem kaputten Auto zu einem Rechtsanwalt gehen, um es reparieren zu lassen? Ihren Wasserhahn vom Computerfachmann dichten, oder ihre Haare vom Automechaniker schneiden lassen?

Natürlich nicht. Aber nehmen Sie manchmal psychologische Tipps von Bekannten, Freunden und Kollegen an, ohne zu prüfen, ob dies wirklich sinnvoll ist?

Viele Meinungen – wenig Substanz

Viele Menschen auf dieser Welt, das ergibt viele verschiedene Meinungen über das Leben, über Erfolg, über Beziehungen, über Männer und Frauen, über Chefs und Angestellte und so weiter. Es gibt Menschen, die werden nicht müde allen und jedem anderen ihre Meinungen mitzuteilen.

Aber mal ganz ehrlich: Wieviel haben Sie persönlich in ihrem Leben von jenen anderen Menschen über das Leben gelernt, die niemals selbst wirklich glücklich waren?

Wir lernen gerade als Kinder viel über uns selbst, unseren Wert und unsere Herangehensweise an unser Leben von unseren Eltern, unserer Familie und unseren Lehrern. Vieles davon kommt uns dabei wie eine Wahrheit vor, nur weil Erwachsene es uns so beibringen.

VIELES WAS WIR LERNEN IST SINNVOLL. EINIGES IST ABER EINFACH NUR UNSINN.

Hier sind ein paar Dinge, die Sie eventuell über sich gelernt haben, die definitiv Unsinn sind. Es sind die Geschichten anderer Leute, die sich in Ihr Denken eingeschlichen haben könnten.

Wenn Sie folgende Dinge denken, oder schon mal gedacht haben:

1. „Ich muss mich anstrengen, dass später etwas aus mir wird!“

Und jetzt bist Du nichts? Doch, Du bist was. Schau Dich mal um. Später ist später. Jetzt bist Du was. Ja, SIE sind jetzt schon etwas, und zwar etwas Besonderes. Punkt.

2. „Ich bin es nicht wert geliebt zu werden.“

Alles Unsinn. Die Natur liebt Sie. Sonst wären Sie gar nicht hier. Es gibt mit Sicherheit Menschen die sie lieben. In dem Augenblick, wo sie diesen Gedanken hier denken, lieben Sie sich selbst nicht. Das ist ebenfalls Unsinn. Lieben Sie sich doch, so wie Sie sind. Es ist Ihr Leben, sie dürfen entscheiden. Entscheiden Sie sich dafür sich selbst zu lieben, die meisten anderen Menschen werden Ihrem Beispiel folgen.

3.„Ich muss mir alles hart erarbeiten“

Müssen Sie nämlich nicht. Luft zum Atmen und ihren Körper bekommen Sie in jedem Moment geschenkt. Einfach so. Dazu kommt vieles mehr: Die Natur, den Sonnenschein, die Aufmerksamkeit und Liebe anderer Menschen,

4. „Das Leben ist hart und ungerecht“

Manchmal mag es so scheinen. Am Ende Ihres Lebens werden Sie aber nicht auf die Ungerechtigkeiten zurückblicken, sondern darauf, zu wie viel Prozent sie wirklich gelebt haben. Egal ob die Sonne schien, oder es regnete.

5. „Andere haben es einfacher als ich“

Andere haben immer etwas, was Sie nicht haben. Gewöhnen Sie sich daran. Aber niemand ist so wie Sie. Sie sind einzigartig. Seien Sie authentisch und zielstrebig und sie werden Ihren Weg gehen, egal wie bequem oder nicht er für sie ist. (Es geht nicht um Bequemlichkeit im Leben)

6. „Es ist eh zu spät noch etwas zu verändern“

Löschen Sie diesen Satz sofort und nutzen Sie diesen Moment jetzt, um sich sofort das Gegenteil zu beweisen. Es ist nie zu spät und selten zu früh, etwas zu verändern. Das schlimmste wäre, sie verpassen das Hier und Jetzt, wegen einer so unsinnigen Geschichte…

7. „Eines Tages/ später werde ich machen, was ich will. Vorher muß ich nur noch…“

  1. Alles Unsinn. Die Eines-Tages-Philosophie führt höchstens dazu, dass Sie sich jetzt aufgrund einer faulen Begründung die Lebensqualität versagen, die sie sich jetzt wünschen. Lesen Sie Bücher, schauen Sie Videos an und besuchen Sie Seminare. Tun sie was immer sie brauchen, um jetzt zu leben und nicht irgendwann einmal.

Und vor allem, wenn Sie sich Rat über das Leben, den Gebrauch Ihres Denkens (ja, es ist ja ein Werkzeug, das Ihnen zur Verfügung steht), über Erfolg und Gesundheit holen, dann fragen Sie jemanden, der sich damit auskennt. Wie/ Woran erkennen Sie diese Person?

  • Diese Person lebt vor, was Sie anderen erzählt.
  • Diese Person ist erfolgreich und glücklich in dem Bereich, in dem Sie sich Rat holen.
    (Fragen Sie mal Ihren Anlageberater, wie viel Geld er hat, bevor Sie sich beraten lassen. Schauen Sie, wie glücklich ihr Therapeut oder Coach selbst wirkt.)
  • Diese Person wird Ihnen das Gefühl geben ein vollwertiger großartiger Mensch zu sein, anstatt in Ihnen Minderwertigkeitsgefühle auszulösen. Große Menschen geben anderen auch das Gefühl groß zu sein, oder zumindest groß werden zu können)

So, und jetzt gehen Sie los, Ihr Leben läuft. Sollte sich dennoch so eine Geschichte mal wieder einnisten wollen, fragen Sie sich einfach mal, ob das wirklich wahr ist. Denn wenn die Geschichte nicht wahr ist und Ihnen nicht gut tut, dann brauchen Sie sie nicht weiter erzählen…

Mein Partner tut nicht was er sollte

Wie die Methode The Work of Byron Katie helfen kann, Ihren Partner in einem besseren Licht zu sehen.

Kennen Sie den Film »Der Rosenkrieg« mit Michael Douglas und Kathleen Turner? Zu Anfang ist der Himmel voller Geigen, doch dann entwickelt sich der jeweilige Partner zur lästigen Sache und die beiden bekriegen sich am Ende bis aufs Messer und reißen sich gegenseitig in den Abgrund. So weit muss es in einer Beziehung nicht kommen. Aber Hand aufs Herz, haben Sie nicht auch manchmal solche Gedanken: „Irgendwo wartet ein besserer Partner auf mich.“ oder ganz handfest „Mein Partner sollte sich mehr in unserer Beziehung engagieren!“ Vielleicht gehören Sie aber auch zu den unabhängigen Singles, die sich erst gar nicht mehr auf einen neuen Partner einlassen wollen, weil doch alle Männer/Frauen nur eine Enttäuschung sind?

Unsere Partner kennen uns oft am besten, da wir uns so nah sind und häufig schon viel miteinander erlebt haben. Genauso drücken sie dann auch besonders gut unsere Knöpfe und bringen uns mit Ihrem Verhalten auf die Palme. Manch einer kriegt Zustände bei den Essensgeräuschen, die der Partner von sich gibt. Andere stören bestimmte Eigenschaften, wie Phlegmatismus oder mangelndes Interesse an den eigenen wichtigen Themen.

Was gibt es da für Möglichkeiten? Sich trennen und einen neuen, »besseren« Partner suchen? Ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass sich der Traumprinz / der »super Schuss« am Ende doch noch als ein Wesen aus Fleisch und Blut entpuppte und Macken zum Vorschein kamen, die Sie nicht erwartet hätten? Die Devise, „Beim nächsten Partner wird alles besser“ geht häufig eben nicht auf. Gleichzeitig sind Partner gerne auch veränderungsresistent, sie weigern sich einfach, das zu tun, was man sich von ihnen wünscht.

Klare Sicht

Wenn das alles nicht fruchtet, wie wäre es, bei sich anzusetzen, schließlich hat man ja auch den Stress und nicht der andere? Stellen Sie sich vor, Ihr Verstand ist wie ein Projektor, der reihenweise Bilder in die Welt projiziert. Jetzt befindet sich auf der Linse in Ihrem Projektor eine Fluse, die sich z.B. auf das Bild, das Sie von Ihrem Partner haben, legt. Diese Fluse stört und Sie denken, Ihr Partner müsste etwas tun, damit diese lästige Fluse verschwindet. Macht er aber nicht, da er die Fluse ja auch nicht sieht. Dann werden Sie aktiv, Sie putzen und pusten an Ihrem Partner herum, aber diese Fluse bleibt hartnäckig bestehen. Es reicht Ihnen langsam und Sie beschimpfen Ihren Partner, er möge bitte langsam mal den Hintern hoch kriegen und diese für alle sichtbare Fluse entfernen. Nichts passiert, bis Sie auf den Trichter kommen, dass sich die Fluse in Ihrem Projektor auf Ihrer Linse befindet und dass nur Sie die Möglichkeit haben, die Fluse zu entfernen. Ist die Fluse weg, gibt es wieder eine klare unverstellte Sicht auf Ihren Partner.

Alles nur Gedanken

Die Methode The Work of Byron Katie hilft Ihnen, die Fluse zu identifizieren und wieder klare Sicht zu bekommen. Sie ist eine sehr leicht erlernbare Technik, um besser mit seinem Partner auszukommen und auch generell glücklicher und zufrieden zu sein. Zu gut um wahr zu sein? Die Methode heißt nicht umsonst »The Work», also die Arbeit. Sie verlangt einem nämlich ab, vor seiner eigenen Haustüre zu kehren. Die Idee hinter The Work ist, wir haben täglich unzählige Gedanken, die uns durch den Kopf schießen, einige davon sind positiv und stärken uns, andere wiederum sind negativ und ziehen uns Kraft. Genau diese stressvollen Gedanken interessieren uns bei der Work, da sie zu Gefühlen wie Wut, Ärger oder Traurigkeit führen. Die negativen Gedanken sind quasi die Fluse auf unserer Linse.

Mein Partner ist ein Langweiler“ ist ein Beispiel für so einen stressvollen Satz in einer Beziehung. Die Work besteht lediglich aus vier Fragen, das macht sie einfach und leicht anwendbar. Jeder Gedanke der Stress auslöst kann dieser Befragung unterzogen werden. Im Anschluss an die vier Fragen folgen Umkehrungen. Hier haben Sie die Möglichkeit, mit dem Ursprungssatz zu spielen und für sich zu prüfen, ob andere Aussagen auch wahr sind. Sie nehmen dadurch neue Perspektiven ein. „The Work ist für mich wie Yoga für den Verstand“, sagt Diplom-Psychologin Tanja Madsen. „Beim Yoga dehnt man seinen Körper in ungewohnte Richtungen. Manchmal glaubt man erst, z.B. beim Kopfstand, das geht gar nicht, dass schaffe ich nicht und dann geht es doch. Unser Denken verläuft häufig in ganz bestimmten festen Bahnen. Die vier Fragen sind eine Einladung, den Verstand in neue, ungewohnte Richtungen zu dehnen.“ Menschen, die ihren stressvollen Gedanken mit The Work begegnen berichten häufig von mehr Gelassenheit, Freude und Gleichmut anderen und sich selbst gegenüber.

The Work erfordert Selbstverantwortung: Ich kann mich nicht mehr auf meinen Opferstatus berufen und meinem Partner, den Umständen oder Gott die Schuld in die Schuhe schieben. Ich kann dann nicht mehr behaupten, „Mein Partner macht mich wütend“ sondern müsste ehrlicherweise sagen, „Mein Denken über mein Partner macht mich wütend“. Das ist nicht immer bequem, befreit aber ungemein. Dadurch ist man nämlich auch nicht mehr Spielball der Umstände sondern kann selber Verantwortung übernehmen über seine Gedanken und sein Handeln. Das spannende, oft verändert sich der Partner dann doch, einfach dadurch, dass man durch die Work einen neuen, unverstellten Blick auf den Partner wirft.

Die vier Fragen und weitere Ressourcen zum Thema The Work finden Sie hier.

The Work kennen lernen

Kommende Veranstaltungen mit Tanja Madsen in Berlin. Beste Grüße, Ihre Tanja Madsen vom CoachingBerlinBlog.

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