Es muss nicht perfekt sein. Schluss mit Perfektionismus!

Perfekt sein – Einer der größten Mythen, die wahrscheinlich auch Dich davon abhält etwas Neues zu wagen, ist der Anspruch, dass es perfekt sein muss. (Es oder Du!)

In hunderten von Coachings, Beratungen und Trainings erlebe ich jedes Jahr Menschen, die irgendwas nicht tun, aus der Angst heraus nicht perfekt zu sein.

Wartest Du auch auf

  • den perfekten Augenblick?
  • die perfekte Idee?
  • die perfekte Gelegenheit?
  • bis Du selbst perfekt bist?

um etwas zu tun, was Du „eigentlich“ schon lange tun solltest oder wolltest?
Zugegeben, es geht uns allen so. Zumindest den meisten Menschen, die ich kenne.

Du musst nicht perfekt sein, um ans Ziel zu kommen!

Die Wahrheit ist: Du musst nicht perfekt sein, um an Dein Ziel zu gelangen. Oft reicht es schon, dass Du etwas beginnst und unterwegs einfach lernst, was es noch zu verbessern gibt. Nichts neues kann entstehen, wenn es gleich am Anfang perfekt sein soll.

Konntest Du gleich perfekt laufen, als Du als Baby endlich stehen konntest? Und hast Du es trotzdem gelernt? Schauen wir es uns einmal genauer an:

Wer auf den perfekten Tag oder die perfekte Gelegenheit wartet, kann warten bis er oder sie schwarz ist. 

Die Frage ist: Bist Du jemand der ein Leben lebt, je nachdem, was das Leben gerade mit sich bringt. Oder bist Du jemand, der sein Leben in die Hand nimmt und Dir Deine Gelegenheiten selbst kreierst? Das eine bedeutet, Du bist ein Opfer der Umstände. Das andere bedeutet, du formst Deine Realität ein Stück weit selbst.

Der Gedanke „Ich muss perfekt sein“ oder „Es muss perfekt sein“ ist ein Gedanke, dem Du schnell zum Opfer fallen kannst.

Natürlich wurde Dir wohl wie den meisten Menschen erstmal eingehämmert möglichst keine Fehler zu machen und Dich gut anzupassen. Und vielleicht wurde Dir sogar gesagt, dass immer nur die „anderen“ (z.B. die Reichen, die Nachbarn oder sonstwer) Glück haben und Du bei Deinen „Leisten bleiben“ solltest, wie der Schuster.

Egal was Dir gesagt wurde, als Erwachsener Mensch darfst Du Deine eigenen Entscheidungen treffen!

Vergiss den Perfektionismus!

Die sogenannten „Perfektionisten“ rennen den ganzen Tag durch Ihre Welt und schauen, was falsch läuft und nicht stimmt. Im Grunde sind diese Menschen besessen von der Wahrnehmung von allem was nicht perfekt ist. Sie sind ANTI-Perfektionisten.

Egal ob im Team oder allein – Perfektionismus geht Machern auf die Nerven und behindert schnelles Lernen und Wachsen.

Schluss mit Perfektionismus – ab sofort!

Hier sind ein paar Ideen, wie Du ohne Perfektionismus viel mehr Spaß hast:

1. Vergiss die Idee vom perfekt sein!

Es sind nur Gedanken und Vermutungen, die in Deinem Gehirn herumtollen und Dich innerlich blockieren, weil Du sie aus Versehen auch noch glaubst.

2. Probier Sachen aus, bevor Du ein Urteil fällst!

Probier neue Sachen aus, anstatt Dir vorher selbst zu erzählen, wie es wohl laufen wird! Das Problem der meisten Leute ist, dass sie ihren Gedanken mehr glauben, als der Realität.

3. Sei auf Schwierigkeiten vorbereitet – Lerne mit jedem Schritt dazu!

Sobald Du etwas begonnen hast, können Dinge schief gehen. Das ist ein Naturgesetz. Gibt bei den ersten Schwierigkeiten auf gar keinen Fall auf, sondern lerne, was Du in Zukunft besser machen kannst. Und dann mach es besser.

4. Lebe Ohne Schuldgefühle!

Wenn etwas schief gelaufen ist (und wir wissen schon, dass das passieren wird), hänge nicht im Kopf der Vergangenheit von gerade eben nach. Lass Fehler los und mache es in Zukunft besser. Völlig egal, wie sehr Du einem Fehler nachhängst, er wird dadurch nicht besser. Jeder macht Fehler. Sieh sie Dir selbst und anderen nach. Und dann schau in den gegenwärtigen Augenblick und mach es besser.

5. Feedback und Austausch – statt Perfektionismus!

Teile Deine Erfahrungen, auch Deine Imperfektionen mit anderen Menschen. Keiner erwartet so sehr von Dir, dass Du perfekt bist, wie Du selbst. Faktisch gesehen, erwartet sicher gar niemand von Dir das Du perfekt bist. Das Feedback anderer kann Dir oft helfen Dich schneller zu entwickeln. Vielleicht haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht. Wichtig: Frage am besten nur die Menschen, die schon erreicht haben, was Du erreichen willst. Frage nicht den nächstbesten Miesepeter nach seinem Vorschlag für humorvolle Unterhaltungen.

6. Lass es egal sein, wie andere Dich beurteilen!

Egal, was Du tust und wie Du Dein Leben lebst. Irgendjemand wird Dich immer kritisieren. Finde Dich damit ab. Hör auf Dich zu verbiegen. Du bist nicht auf diese Welt gekommen, um es anderen Recht zu machen. Es ist eh nicht zu schaffen. Wenn Dir wirklich egal wäre, wie wildfremde Menschen Dich beurteilen, wie würdest Du handeln? Wie würdest Du reden? Wie würdest Du als Mensch auftreten? Wenn Du nicht perfekt sein müsstest?

7. Fange an bevor die Zweifel kommen!

Je länger Du wartest, desto wahrscheinlicher ist es, dass Du Dir allerhand seltsame Gedanken machen kannst. Zum Bespiel, dass Du oder es “ perfekt sein “ solltest. Beginne einfach mal, bevor Du eine Sache mit Perfektionismus zerdenkst. Sind die Zweifel schon da, fange trotzdem an und sei gegenwärtig und klar im Beobachten dessen, was wirklich (und nicht in Deinem Kopf) geschieht.

Du musst nicht perfekt sein, um an Dein Ziel zu kommen!

Oft reicht es aus, wenn Du einfach beginnst Dinge zu tun, die in die richtige Richtung gehen. Und dann pass einfach Deinen Ansatz an, wenn etwas nicht so gut funktioniert. Wenn Du Dein Ego hinten anstellst und riskierst Dich vielleicht sogar „zu blamieren“ oder „blöd dazustehen“ entwickelst Du eine Freiheit im Handeln, die völlig unglaubliche Dinge möglich machen kann.
Erst dann kannst Du auf eine natürliche Art perfekt sein: Deine Art!

Also was willst Du sein. Jemand der „perfekt sein perfektioniert“ und nie Gefahr läuft beurteilt zu werden, oder jemand, der bereit ist auszuprobieren und Spaß zu haben, egal welcher Film im Kopf oder in den Köpfen der anderen läuft? Die Entscheidung ist Deine.

Sei aufregend und spontan! Du bist einzigartig. Zeig es der Welt auch!

Viel Spaß!

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Eine Antwort auf „Es muss nicht perfekt sein. Schluss mit Perfektionismus!“

  1. Wenn einige Menschen ihre Ansprüche von Zeit zu Zeit ein wenig senken würden, könnten sie sich schnell entspannen. Es ist immer wieder interessant, dieses Phänomen im Coaching zu beobachten. Das dauert manchmal eine Weile aber dann ist es wirklich hilfreich. Viele Grüße aus Berlin, Heiner Diepenhorst (Coaching Berlin Mitte)

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