Lebenszeit nutzen oder benutzt werden

Entweder Sie nutzen Ihre Lebenszeit bewusst, oder sie werden benutzt.

Ok, das klingt erstmal recht krass. Lassen Sie mich erklären…

In unserem Alltag kommen wir im Grunde nie dazu, unser Leben mit Abstand zu betrachten. Der Stress wächst unbemerkt heran und wir bemerken dies genauso nicht, wie es uns nicht auffallen würde, wenn wir jeden Tag zehn Gramm zunehmen.

Vor ein paar Tagen kam ich von einem kleinen einwöchigen Wandertrip zurück. Mit neuem Abstand zum Alltag und vielen Kilometern in den Beinen – Wandern ist eine der Top-Abschaltmöglichkeiten für mich, ist es mir wieder bewusst geworden, wie wichtig Abstand für klare Gedanken ist.

Nur mit dem nötigen Abstand, der meist durch einen Urlaub (oder durch einschneidende Krankheitserlebnisse) gewonnen wird, können wir sichergehen, dass wir nicht schon wieder im Autopilotmodus durchs Leben rennen.
Ich empfehle von diesen Möglichkeiten übrigens den Urlaub!

Verstehen Sie mich nicht falsch, viele Menschen glauben, dass Sie Ihr Leben ganz bewusst selbst gestalten. Aber tun Sie das wirklich? Welche Werte treiben sie an? Wessen Träume versuchen Sie zu leben?

Hier sind ein paar Tipps und Fragen für Abstand und die richtige Perspektive:

  • Nehmen Sie sich regelmäßige Auszeiten, die mindestens drei Tage lang sind.
  • Schalten Sie Ihr Mobiltelefon und alle Ablenkungen aus. Sie werden es überleben!
  • Verbringen Sie Zeit mit Bewegung, wenn möglich in der freien Natur: Wandern, Schwimmen, alles ist ok

Schauen Sie sich Ihren Alltag von außen an:

  • Wollten Sie dieses Leben?
  • Worauf wollen Sie später mal zurückschauen?
  • Welche kleinen Erlebnisse der Freude können Sie sich jetzt kreieren?
  • Wann haben Sie zuletzt Qualitätszeit mit Freunden verbracht?
  • Überragt die Arbeit alle anderen Dinge in Ihrem Leben?
  • Können Sie nicht schnell genug zu Ihren Zielen gelangen?
  • Wie lange halten Sie es ohne Emails, Internet, Mobiltelefon und Fernsehen aus? (Probieren Sie mal, wie schnell es geht, dass Ihnen Ihr Ego erzählt, wie wichtig es jetzt wäre irgendwas anzuschalten, wenn nichts zu tun ist)

Der Punkt ist: Wenn wir nicht ab und zu mal innehalten und schauen, wo unsere Kräfte und unsere Zeit hinfließen, wachen wir vielleicht eines Tages auf, und wundern uns, wo die Zeit hin ist.

Wer bewusst gelegentlich Ruhe und Abstand sucht, wird langfristig klarer sehen und sein eigenes Leben lenken. Wer seine Lebenszeit bewusst gestaltet, der bewahrt sich selbst davor von dieser Welt benutzt zu werden.

Viel Spaß dabei.

Ihr Andreas Förster

Lesen Sie passend dazu: Achtsamkeit vs Autopilot

Eine Antwort auf „Lebenszeit nutzen oder benutzt werden“

  1. Ein bisschen mehr Achtsamkeit würde uns allen gut tun. Hier werden sehr wichtige Fragen gestellt, die direkt aus einem Coaching-Prozess stammen könnten. Hier fällt mir die „Boot-Metapher“ ein: „Sie sind das Boot, aber wer steuert es?“

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