Klarheit durch Einfachheit

„Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung.“ Leonardo da Vinci

Eine der merkwürdigsten Strategien, die ich in meiner Umwelt beobachte und der ich früher auch immer erlegen bin ist, dem Stress durch noch mehr und noch schnellere Betriebsamkeit zu begegnen.

Und so rennen viele Menschen, die ich kenne, heute durch eine Welt, die Ihnen keine Ruhe läßt.

Dabei ist es so einfach wieder Ruhe und Klarheit ins eigene Leben zu bringen. Die Antwort ist einfach:

1.Tu weniger!

2. Besitz weniger!

3. Sei weniger!

Ok, dies ist erklärungsbedürftig.

Fangen wir mit Punkt 1: „Tu weniger!“ an:

Der größte Fehler, den ein Mensch der unter Stress und Druck steht machen kann, ist nochmehr und mehr den Aufgaben und Tätigkeiten hinterher zu rennen. Die wichtigste Botschaft hier ist: „STOP! Und jetzt schau Dich um:“

  • Dient Dir, das was Du gerade tust, Deine Ziele zu erreichen?
  • Ist das was Du tust und das was Deine To-Do-Liste Dir sagt, wirklich wichtig oder füllt es nur Deine kostbare Zeit mit endlosen scheinbar wichtigen Tätigkeiten?
  • Bedeutet hohe Betriebsamkeit, dass Du gute Ergebnisse erzielst?

Streich Deine Tätigkeiten und Verbindlichkeiten zusammen. Das gilt für Betriebssamkeit, das gilt aber auch für die materielle Welt, mit der Du Dich umgibst. Kündige unnötige Abos (Zeitschriften, Clubs die Du nie besuchst), sag nein zu sozialen Verpflichtungen wie Feiern, Geburtstage und anderes, zu denen Du nur gehst, weil Du Dich verpflichtet fühlst. Schaffe Dir selbst Ruhe und Qualitätszeit dadurch, dass Du Unwichtiges loslässt.

Erst wenn Du zur Ruhe kommst, durchatmest und mit Abstand Dein Leben betrachtest, wirst Du gute Entscheidungen darüber treffen, wie Du Deine Zeit nutzt.

Punkt 2: Besitz weniger!

Wie oft suchst Du im Büro oder zuhause nach Dingen, die Du eben noch in der Hand hattest? In unserer Überflussgesellschaft quillen Millionen von Regalen, Kellern und Dachböden über, vor lautem unnützen Zeug. Nur unser Verstand will den alten Kram nicht loslassen, man könnte es ja beim nächsten Umzug gebrauchen.

Materielle Dinge wiegen Dich herunter. Du musst sie putzen, irgenwo hinstellen, immer wieder aus dem Weg räumen, Dich um ihre Verwaltung kümmern und jedes Mal fragst Du Dich wieder, wieso Du das eigentlich immer noch besitzt.

Wir sind so von Besitzdenken geprägt, dass Menschen zum Teil selbst Ihre Partner, Kinder oder Mitarbeiter wie Ihren Besitz behandeln. Da stimmt doch etwas nicht!

Die Lösung: Ausmisten, Aussortieren von alten Dingen kann eine heilsame Erfahrung sein:

  • (Fast) Alles was Du länger als 12 Monate nicht benutzt hast, kannst Du entsorgen.
  • Alles was negative alte Emotionen für Dich verankert (bestimmte Kleidung, Gegenstände, Bilder) solltest Du so schnell wie möglich ans Universum zurückgeben. Du brauchst das nicht mehr!
  • Schaffe nichts Neues an, ohne etwas Altes dafür wegzugeben.
  • Viele alte Dinge können in der Welt noch Gutes tun, also ab damit zum Roten Kreuz, Obdachlosenheim, Kindergarten oder wer immer sonst noch davon profitieren kann.

Du musst auch nicht alles kaufen, was Dir gefällt. Ich mach es immer so: Wenn ich etwas sehe, was ich kaufen möchte, dann schaue ich es mir an und gehe dann zunächst weiter. Egal ob auf dem Markt, in der Shopping Mall oder beim Weihnachtsshoppen. Wenn ich das Ding wirklich will, fällt es mir später wieder ein und ich gehe nochmal hin, um es zu kaufen. In 95 Prozent der Fälle habe ich das Ding  nach 5 Minuten wieder vergessen und habe mein Geld für wichtiges gespart.

Punkt 3: Sei weniger!

Wir verbrauchen so viel unserer kostbaren Energie damit, bei anderen einen guten Eindruck zu machen oder ein bestimmtes Bild von uns vermitteln zu wollen. Die anderen sollen sehen, wie gut, wie professionell, wie gebildet, wie up-to-date, wie modisch, wie interessiert, wie reif, wie großartig, wie wie wie (füge hier alle anderen Dinge selbst ein).

Wir sind so damit beschäftig ein Bild von uns selbst zu erschaffen und hoffen dann das andere dieses Bild bestätigen. Wenn das nicht geschieht, stecken wir nochmehr Energie hinein. Das ist anstrengend und verhindert tatsächliche menschlichen Begegnungen. Es ist, als ob wir unvollständig wären und dass wir uns immer verbessern müssen, um endlich OK zu sein.

Hier sind ein paar Coaching-Tipps dieser Falle zu entgehen:

  • Stehe zu Deiner Menschlichkeit und Deinen Emotionen.
  • Leb Dein Leben und nicht die Erwartungen anderer.
  • Sei weniger, rede weniger: Du hast zwei Ohren und nur einen Mund!
  • Sei für andere da.
  • Vertrau Dir selbst. Du bist vollkommen Ok, so wie Du bist.
  • Niemand anderes kann Dir Erfüllung geben, nur Du Dir selbst.
  • Sei ehrlich mit Dir selbst. Renne nicht irgendeinem Bild hinterher, dass Du glaubst erfüllen zu müssen.
  • Die Meinung anderer über Dich gehört ihnen. Mach dich frei, von Meinungen. Du bist Du.
  • Lebe nicht um zu gefallen, sondern um Dir selbst gerecht zu werden.

Die Essenz für ein besseres Leben liegt in der Einfachkeit.

Da Vincis Worte: „Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung." sind so wirkungsvoll, wahr und richtungsweisend, dass es sich lohnt mal in Ruhe und Einfachheit darüber nachzudenken.

Viel Spaß dabei. Und denk daran: Für ein paar Minuten am Tag tu weniger, besitz weniger und sei weniger.

PS.: Wenn Dir dieser Artikel gefallen hat, magst Du bestimmt auch über sich selbst Lachen können.

Einfache Tipps gegen Burn-out

Hier sind ein paar sehr einfache Tipps Burnout vorzubeugen oder sogar Burnout zu lindern. Danke euch Lesern, für die vielen Anfragen und Klicks zu dem Thema Burnout. Am Ende gibt es noch einen Veranstaltungstipp. Eines möchte ich jedoch gleich vorwegschicken:

Burnout steht meiner Erfahrung nach im direkten Zusammenhang damit, wie weit weg du von dir selbst bist!

Los gehts:

  • 1. Sei bei Dir

    Warum? Burnout entsteht, wenn du mehr Energie im Außen verbrauchst, als du im Inneren erzeugen und regenerieren kannst. Gedanken, Sorgen, Deadlines und Druck haben alle mit der Außenwelt zu tun.
    Alle Menschen, die ich mit Burnout erlebt habe, haben ein mentales Phänomen gemeinsam. Sie sind in Gedanken fast ausschließlich assoziiert mit dem äußeren Geschehen und völlig dissoziiert von ihrem eigenen Menschsein. Wer sich selbst nur noch als Produktionseinheit betrachtet steuert schnurstracks auf Probleme zu.  Also:

  • 2. Ehre deine Menschlichkeit

    Du bist ein Mensch und hast menschliche Bedürfnisse. Wem dient es, wenn du permanent Übermenschliches von Dir selbst und anderen verlangst? Was ist mit Deinen menschlichen und spirituellen Bedürfnissen? Kümmerst Du Dich so gut um Dich, wie um all die Dinge im Außen? Wenn Du Burnout vermeiden willst, gib Deinem Menschsein Aufmerksamkeit.

  • 3. Stell Dich dem Unangenehmen

    Rennst Du im Leben umher, arbeitest wie verrückt und hältst Dich beschäftigt, nur um unbequemen Dingen aus dem Weg zu gehen? Oft kann große Betriebsamkeit Folge einer Vermeidungsstrategie sein. Willst Du Dich unangenehmen Dingen nicht stellen? Wenn das auf Dich zutrifft: STOP! Die Antwort liegt da, wo Du noch nicht hingeschaut hast. Folgende Fragen können helfen: Wer bin ich? Wo will ich hin? Was tue ich gerade? Welche Entscheidungen meide ich gerade zu treffen?

  • 4. Höre Dir selbst zu

    Wenn Du Burnout vermeiden willst, höre Dir selbst mal zu. Nimm Dir Zeit entspannt nur zu sitzen oder im Park zu spazieren und hören Deinen Gedanken zu. Wovon erzählen sie dir? Wieder nur von Arbeit, Erledigungen oder den Erwartungen an Dich selbst oder andere? STOP! Frag Dich: Was tut mir gut? Was tue ich nur, um anderen zu gefallen? Ehre ich mein Menschsein mit dem, wie ich lebe? Will ich so weitermachen?

  • 5. Soll es so weitergehen?

    Gehöre nicht zu den Menschen, die sich zwar über Stress und Druck aufregen, dann aber genauso weiter durch Leben rennen und getrieben werden wie vorher. STOP! Wenn Dir etwas nicht gefällt frag, dich: Soll das so bleiben? Wenn die Antwort nein ist, dann musst DU etwas ändern. (Beginne bei Punkt 1)

  • 6. Vertrau Dir

    Ein übliches Merkmal von (drohendem) Burnout ist, dass Burnoutgefährdete ihren eigenen Fähigkeiten und ihrer Kraft nicht mehr zutrauen, den Berg von Herausforderungen zu bewältigen. Deshalb ist es wichtig, dass Du Deinen Verstand einfängst, wenn er den Berg ansehen will. Besinne dich auf den Schritt den Du gerade tust. Und geh diesen Schritt in Ruhe und Klarheit. Schneller ist nicht besser!

  • 7. Priorisiere

    Ein anderes Phänomen ist, das Burnout meist mit mangelnder Priorisierung zu tun hat. Achtung hier kommt eine unverzichtbare Botschaft: NICHT ALLES WAS DRINGEND IST, IST AUCH WICHTIG! Lerne Unsinn und Unwichtiges auszusortieren und loszulassen.

  • 8. Zulassen

    Da Du nicht alles kontrollieren kannst, lass es lieber gleich sein. Erlaube den Geschehnissen sich zu entwickeln. Lass auch mal Stress und negative Emotionen in Dir zu. Schau sie dir an. Was machen sie? Was wollen sie von dir? Kämpfen kostet viel Kraft. Sei absolut aufmerksam und atme weiter.

  • 9. Frische Luft und Bewegung

    Egal wie müde oder kaputt Du bist. Lass den Fernseher aus, zieh Dich an und geh eine halbe Stunde an der frischen Luft spazieren. Besuche Yoga oder Tai Chi Klassen, tue auf jeden Fall etwas für Deinen Körper. Burnout hat viel damit zu tun, wie du Deinen Körper pflegst und bewegst. Mir gefällt die Sichtweise der Hindus, die sagen: „Der Körper ist der Tempel in dem dDeine Seele wohnt.“ Also, wie sieht es in Deinem Tempel aus?

Lies passend zum Thema unsere anderen Artikel über Burnout:
Burnout Meditation , Zurück zur Energie – Wege aus dem Burnout oder suche rechts in der Suchmaske alles zu Thema Burnout in unserem Blog. Du lebst nur einmal!

Übrigens findet am ersten Novemberwochenende ein Achtsamkeits-/ Meditationstraining bei uns in Berlin statt. Dazu haben wir mit Maggy Neukirch eine erfahrene Praktizierende eingeladen. Seit dreissig Jahren verbringt Maggy sechs Monate im Jahr im buddhistischen Kloster in Chiang Mai/Thailand. Alle Einnahmen werden dem Kloster gespendet. Kontaktiere uns dazu bitte per Email coachingberlinblog(at)googlemail.com

Erinnerung an die Kostbarkeit des Lebens

Heute morgen hörte ich im Radio, dass Steve Jobs seinem Krebsleiden erlag. Bekannt wurde Steve Jobs vor allem durch sein Visionärsdasein bei Apple, dem Unternehmen, das unter seiner Leitung Massstäbe für das 21. Jahrhundert setzte.

Aber nicht nur seine Erfolge sind bemerkenswert. Mit Steve Jobs verliert die Welt einen Menschen, der die Kostbarkeit des Lebens schätzte. Ein Mensch der wusste, dass wir nur einmal leben und in diesem Leben die Welt verändern können. Jeder Einzelne von uns.

Als Dankeschön für die Inspiration und viele spannende Geschichten hier noch einmal Steve`s Aufruf an die Studenten

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Steve Jobs Tod berührt heute viele Millionen Menschen.

Ein Kommentar beschreibt die Gefühlslage bei vielen Fans, Freunden und bei Apple mit der einfach Beschreibung „ISad“.

Danke Steve Jobs für dein Lebenswerk, dass so vielen Menschen Kraft und Hoffnung gibt!

„Wenn Du jeden Tag so lebst, als wäre es Dein letzter, wirst Du ganz sicher eines Tages Recht haben“