Wie Sie ein Nein nicht als Antwort akzeptieren…

Gestern gab es wieder eine dieser Situation. Ich hatte mir für den Nachmittag eine Surfstunde in einer Surfschule im Surfparadis Peniche, Portugal vorgenommen. Vormittags hatte ich alles abgesprochen. Aber Nachmittags komme ich in der Schule an und die Trainer sagen mir, es geht doch nicht mehr, weil die Klasse schon voll sei.

Nun, es war windig, grauer Himmel und recht kühl, ich hatte vor gut einer Stunde gegessen und fühlte mich ein wenig müde. Schon mich auf den Weg zu Wassersport in diesen Bedingungen zu machen, war nicht einfach. Dazu kam, dass ich seit mehr als fünf Jahren nicht mehr surfen war. Ich war mir nicht sicher, ob es mir überhaupt Spaß machen würde.

Früher wäre ich einfach nach Hause gegangen

Eines habe ich mir aber über die letzten Jahre meines Lebens zur Gewohnheit gemacht: Ich lebe nur einmal und bei Dingen bei denen ich mir nicht sicher bin, probiere ich es am liebsten aus, anstatt mir im Kopf eine Geschichte zu erzählen, die mein Aufgeben oder Aufhören rechtfertigt. Ich stand also vor dem Surflehrer und hörte ihn sagen, es würde keinen Platz mehr in der Gruppe geben.

Ich stand vor einer Entscheidung. Mein Denken fand schnell Gründe, das Surfen für heute sein zu lassen oder aufzugeben. Das Wetter, meiner Partnerin würde sich in der Zeit lnagweilen, viel zu kaltes Wasser, blablabla.
So ging es mir für Moment. Wäre da nicht eine kleine Stimme gewesen, die mir sagte: „Du wolltest es doch machen, kommst extra hierher und jetzt akzeptieren ein Nein nicht als Antwort!“, wäre ich enttäuscht nach Hause gegangen und hätte den Rest des Tages vielleicht damit gehadert, nicht surfen zu können oder mich im Denken beschwert wie „unorganisiert die Portugiesen doch sind.“

Ich folgte der Stimme, die Gründe fand, es unbedingt jetzt machen zu wollen. Ich lächelte die Lehrer an, erklärte meine Situation und wie gern ich heute jetzt surfen gehen wollte. Und was passierte? Nach einem Moment der Stille boten Sie mir an, die Klasse doch mitzumachen und gaben mir sogar noch 25 Prozent Rabatt auf die Stunde!

Ich ging mit und ich surfte Wellen so gut, mit soviel Spaß und soviel Genuß wie noch nie zuvor. Den ganzen Abend über war ich extatisch von dem Gefühl auf Wellen getragen worden zu sein (Tipp: unbedingt mal ausprobieren!). Ich war wach und froh, mich aufgerafft zu haben und ich hatte den schönsten und erfolgreichsten Urlaubstag. Heute morgen sitze ich im Café neben der alten Kirche und schreibe diesen Artikel und genieße noch immer das erhabene Gefühl. Und wenn ich zurüch schaue, dann war es ein kleiner entscheidender Moment, der gestern den Unterschied gemacht hat: Der Moment, in dem ich ein Nein nicht als Antwort akzeptierte!

Es gibt viele Momente im Leben, wo wir unserem Verstand oder anderen Menschen nicht erlauben sollten uns auszureden, was wir tun, sein oder haben wollen.

Hier ein paar Tipps, wie Sie ein „Nein“ nicht als Antwort akzeptieren:

  • Unser Verstand findet schnell Gründe, die dagegen sprechen etwas zu tun. Finden Sie immer auch mindestens drei Gründe, die dafür sprechen.
  • Wenn andere „Nein“ sagen, geben Sie nicht sofort auf. Bleiben Sie aufrecht im Körper. Lächeln Sie. Teilen Sie dem Gegenüber Ihre Gründe mit, die dafür sprechen. (Böse gucken kann jeder, das bringt aber den anderen nicht dazu uns helfen zu wollen. Also lächeln Sie. Ja, lächeln Sie, wenn Sie ein Nein hören!)
  • Bleiben Sie ruhig und auf Ihr Ziel fokussiert.
  • Richten Sie Ihr Denken und Handeln so aus, als ob es keinen Zweifel gibt, dass Sie ihr Ziel erreichen.
  • Zeigen Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie gewillt sind, Ihr Ziel zu erreichen, egal was er/sie sagt.
  • Fragen Sie sich, was kostet es mich emotional, finanziell, gesundheitlich und für mein Selbstvertrauen, wenn ich jetzt schon aufgebe?
  • Holen Sie sich mindestens drei klare „Nein“s ab, bevor Sie sich entscheiden loszulassen.
  • Feiern Sie jedes Mal, wenn Sie trotz eines Neins doch noch an Ziel gekommen sind!

Überlegen Sie mal, wieviel wundervolle Möglichkeiten Ihnen in der Vergangenheit schon verloren gegangen sind, weil Sie beim ersten Nein aufgegeben haben. Treffen Sie jetzt die Entscheidung, dass Ihnen das nie wieder passieren wird. Es ist Ihr Leben. Sie sind verantwortlich für Ihre Träume, für Ihre Zufriedenheit. Kämpfen Sie für Ihre Rechte. Am besten tun sie das übrigens mit einen entspannten Lächeln! Seien Sie dabei so flexibel in ihrem Verhalten, wie ein kleines Kind, das sich etwas in den Kopf gesetzt hat.

Viel Spaß dabei… Ihr Andreas Förster

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