Lächle Dich selbst an und Deine Stimmung hebt sich von allein

Laut einer Studie von Psychologen der University of Alaska hat es einen positiven Effekt auf unsere Stimmung, wenn wir uns selbst im Spiegel anlächeln. Wenn wir ohne Spiegel lächeln, ist der Effekt nur halb so stark. Aber, unser Gehirn lässt sich nicht austricksen, das Lächeln sollte natürlich sein: Eine Studie im Academy of Management Journal zeigte nämlich, dass ein gespieltes Lächeln, wie es z.B. im Dienstleistungsbereich vorkommt, den Lächler nur noch trübseliger stimmt.

Sie können auch auf andere Weise Ihre Stimmung heben. Nehmen Sie einfach einen Stift längs in den Mund und schauen Sie sich dabei eine Komödie oder Cartoons an. Wenn Sie nicht schon bei der Vorstellung daran anfangen zu schmunzeln, dann dadurch, dass die Mundwinkel durch den Stift unbewusst leicht nach oben gebogen werden und dass schafft gute Stimmung. Das fand der Sozialpsychologe Fritz Strack in einem bekannt gewordenen Experiment in den 80igern heraus. Seine Probanden fanden eine Reihe von Cartoons mit Stift im Mund deutlich lustiger als ohne. Allein das unbewusste Lächeln versetzte die Probanden also in eine fröhlichere Stimmung.

Foto: Günter Havlena
Foto: Günter Havlena, quelle pixelio

Dieses Phänomen wird „Embodiment“ genannt, also „Verkörperung“ und meint, dass unsere Gefühle durch körperliche Prozesse beeinflusst werden. Körper und Psyche haben eine wechselseitige Wirkung zueinander. Psychische Zustände wirken sich auf unsere Mimik und Körperhaltung aus: Empfinde ich Freude, gehen die Mundwinkel nach oben, die Schultern werden aufgerichtet und die Atmung ist tief. Umgekehrt hat unser Körper auch einen Einfluss auf unsere Stimmung: Wenn ich mich gebückt, mit hängenden Schultern und Mundwinkel hinstelle, drückt das gleichzeitig meine Stimmung. Es ist fast nicht möglich, in dieser Haltung ein positives glückliches Gefühl zu entwickeln. Das Sprichwort „Wie man geht, so geht es einem“ drückt diesen Zusammenhang treffend aus.

Schlechte Karten durch Botox

Was bewirkt dann eine Lähmung von Muskeln, z.B. durch das Muskelgift Botox? Es gibt erste Hinweise, dass Menschen, die diese Anti-Falten-Behandlung erhalten haben, emotionale Untertöne in Gesprächen mit anderen nicht mehr so gut wahrnehmen können. Vermutlich bewirkt die lahmgelegte Gesichtsmuskulatur, dass Gefühlsausdrücke, wie z.B. ein Lächeln, nicht mehr so stark möglich sind und dadurch weniger Feedback an den Körper und das Gehirn weiter gegeben werden kann.

Charly Chaplin hat Recht, „Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.“ Aber es sollte ein ehrliches Lächeln sein:-)

Ihre Tanja Madsen vom CoachingBerlinBlog

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