Rituale der Achtsamkeit

Wassertropfen
Foto: Petr Kratochvil, pixelio

Rennen Sie auch manchmal durch den Tag, ohne einen einzigen Augenblick davon bewusst zu erleben und zu genießen?

Mir ging es jahrlang so und manchmal passiert es mir immernoch, dass ich über die ganzen Emails, Meetings, Coachings, Trainings und die Aufgaben als Partner in einem Unternehmen vergesse, bewusst zu genießen – am Leben zu sein.

Es sind kleine Rituale der Achtsamkeit, die mir helfen bewusst zu genießen. Es sind die kleinen Momente, die wir uns gönnen, um bei uns selbst anzukommen und Kraft zu sammeln.

Hier sind ein paar meiner Lieblingsrituale für ein bewussteres Leben:

  • Morgens direkt nach dem Aufstehen 30 min Yoga, Dehnen oder mentale Entspannung
    Ja genau, das bedeutet dreissig Minuten früher aufzustehen! Und das ist der Schlüssel um Qualitätszeit freizumachen. Aber ganz ehrlich, es lohnt sich hundertmal mehr morgens in Ruhe zu sich zu kommen, als eine halbe Stunde länger zu schlafen um dann von null und hundert ohne Frühstück los zu hetzen und schon gestresst zu sein, bevor der Tag überhaupt beginnt.

    Den Körper leicht zu dehnen oder einfach in Ruhe sitzend den Atem zu beobachten, bringt uns in gleich morgens in Balance. Körper und Geist wachen so gemeinsam auf.

  • Genüsslich eine Tasse wohlschmeckenden Tee oder Kaffee trinken.
    Nichts geht über eine Tasse Tee oder Kaffee, die in Ruhe genossen wird. Der frische Duft, der uns in die Nase steigt. Das intensive Geschmackserlebnis. Wann haben Sie das das letzte Mal so richtig bewusst gemacht?
  • Achtsames Essen.
    Viele Menschen schauen fern, lesen Zeitung oder stecken in Konversationen, wenn sie ihr Essen zu sich nehmen. Achtsames Essen ist eine Kunst geworden. Dabei schmecken wir nur beim achtsamen Essen wirklich, was wir da gerade in uns hinein stecken. Wer achtsam ist, verdaut besser und hat gleichzeitig ein gesünderes Gefühl für die richtige Ernährung.
  • Achtsames Spülen
    Direkt nach dem Essen achtsam die Müslischale oder den Teller zu spülen, ohne Hast und Eile sorgt dafür, das es schon sauber ist, wenn Sie heimkommen. Wenn Sie einfache Tätigkeiten wie das Spülen von Geschirr mit ganzem Fokus tun, werden diese auf einmal sogar angenehm zu erledigen.
  • Entspannt zur Arbeit – mit dem Rad oder zu Fuß
    Wer in Städten lebt, kann leicht mit dem schnellen Strom der eilenden Menschen mitgerissen werden, die zur Bahn laufen, um nicht die fünf Minuten auf die nächste warten zu müssen. Auch im morgendlichen Stau sehen die meisten Menschen nicht glücklich aus. Sich an das Tempo der Massen anzupassen, führt definitiv nicht zu mehr Leichtigkeit und Bewusstheit.
    Wie man geht, so geht es einem! Lassen Sie die anderen rennen… Gehen Sie entspannt oder radeln Sie wenn Sie können zu Ihren Terminen)
  • Regelmäßige Pausen und Spaziergänge.
    Mein Büro liegt am wunderschönen Gendarmenmarkt und wenn ich eine Pause brauche, dann gehe ich ein paar Minuten raus, lasse den Kontrast der Spitze des französischen Doms im blauen Himmel auf mich wirken oder schaue den vielen Tauben bei ihrem verspielten Miteinander zu und vergesse für einen Moment die Arbeit und alles drumherum. Fünfzehn Minuten Zeit in der Natur können manchmal Wunder wirken.
  • Arbeit mit klarem Fokus.
    Beginnen Sie den Tag mit der wichtigsten Aufgabe zuerst. Lassen Sie sich von nichts ablenken und bleiben Sie bei dieser einen Sache, bis sie erledigt ist. Das kleine Geheimnis hier ist: es ist einer der einfachsten Wege sich selbst Erfolgserlebnisse zu schaffen 😉
  • Achtsame Gespräche
    Eines der wahrhaftig belohnenden Rituale für Achtsamkeit ist ein achtsames Gespräch zu führen. Wirklich zuhören, wirklich da sein und dem Gesprächspartner Raum geben, seine eigenen Worte mit Bedacht auswählen und aussprechen kann enorm zur Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen beitragen. Probieren Sie es für 15 Minuten aus mit Ihren Kindern, mit dem Partner oder einem Kollegen. Entschleunigen Sie Ihren Geist und seien sie für die Zeit des Gesprächs ganz achtsam und bewusst anwesend.
  • Durch dankbare Augen schauen.
    Schauen Sie für ein paar Minuten am Tag durch dankbare Augen auf Ihre Umwelt. Auf die Menschen, die Ihnen nahestehen, auf Ihre Wohnung, auf Ihr Büro, auf die anderen Menschen die zur Arbeit gehen, auf kleine Kinder im Park. Jeder Mensch hat die Kapazität für unendlich große Dankbarkeit. Und Dankbarkeit öffnet das Herz und klärt den Verstand.

Es gibt noch viele weitere kleine Rituale, von denen ich Ihnen hier erzählen könnte. Lassen wir dies ein Anfang sein. Schreiben Sie uns doch, wie Sie Ihr Leben mit kleinen Ritualen versüssen und bewusster machen. (Email: coachingberlinblog[at]googlemail.com)

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Seien Sie lebendig! Ihr Andreas Förster

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