Wie man geht, so geht es einem

„Nichts ist befreiender als Bewegung.“ Martha Graham, Tänzerin

Unsere Psyche und unser Körper sind über neurologische Schaltkreise eng miteinander verbunden. Unser Denken wirkt sich auf unsere Gefühle und körperlichen Empfindungen aus und schlägt sich in einer Körperhaltung nieder. Und umgekehrt, körperliche Bewegung oder eine bestimmte Körperhaltung wirkt sich auf unsere Stimmung aus. Haben Sie schon einmal einen depressiv verstimmten Menschen beobachtet? Häufig hängen die Schultern nach vorne, der Kopf und damit auch der Blick sind nach unten gerichtet. Dadurch ist die Atmung erschwert, was zu flacher Kurzatmigkeit führt. Auch ist der Gang von Depressiven häufig langsam, schlurfend und ohne Vitalität.

Als kleines Experiment, gehen oder sitzen Sie fünf Minuten in dieser beschriebenen Haltung und nehemn Sie wahr, was das mit Ihnen macht. Wenn Sie genug davon haben, probieren Sie doch mal folgende Übung aus:

Stehen oder sitzen Sie und richten Sie ihren Oberkörper dabei auf. Stellen Sie sich vor, wie eine Perlenkette von ihrem untersten Ende der Wirbelsäule bis zum Scheitel ihres Kopfes verläuft. Stellen Sie sich nun vor, wie diese Perlenschnur an ihrem Kopf sanft nach oben gezogen wird und sich ihr gesamter Rücken mit seinen Bandscheiben in eine aufrechte Haltung positioniert. Nehmen Sie war, wie sich diese Körperhaltung auf Sie auswirkt. Lassen Sie die Schultern entspannt nach unten sinken, lockern Sie das Kiefergelenk und entspannen Sie ihre Zunge, lassen Sie die Atmung frei fließen. Richten Sie ihren Kopf auf und lassen Sie ihren Blick geradeaus schweifen. Bemerken Sie den Unterschied? Häufig haben solche minimalen Veränderung auf der körperlichen Ebene eine große Wirkung auf unsere innere Haltung und Stimmung!

Erinnern Sie sich in den nächsten Tagen immer wieder an diese Körperhaltung und korrigieren Sie sie gegebenenfalls nach. Ergebnis: Ihr Gedächtnis baut neue Gedächtnisspuren auf und die alte, vielleicht vertrautere Problemphysiologie verblasst mehr und mehr. Die neue, selbstsicherere Haltung wirkt sich übrigens nicht nur positiv auf sie, sondern auch auf ihre Umwelt aus, Sie strahlen damit Selbstvertrauen und Stärke aus.

Ihre Tanja Madsen vom Coaching Berlin Blog.

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