Raus aus der Komfortzone – rein ins Stretching!

Wenn es um Veränderungsprozesse geht, nutze ich im Coaching und Training gerne folgendes Bild:

Die Komfortzone:

KomfortzoneDieser Bereich in unserem Leben ist uns wohl vertraut, hier herrscht Überschaubarkeit und Routine. Seien es die immer gleichen Abläufe auf unserer Arbeit oder seien es die eingespielten Rituale in unserer Freizeit. Wir freuen uns darauf, wie jeden Sonntag Abend, den Tatort zu schauen oder wir nehmen ohne viel nachzudenken immer die Nr. 43 beim Chinesen um die Ecke, weil´s sich halt bewährt hat. Diese vertrauten Abläufe erleichtern uns das Leben, wir müssen nicht viel darüber nachdenken, nichts riskieren. Das kann schön und entspannend sein aber manchmal auch bleiern und langweilig und, das wichtigste, in der Komfortzone findet kaum inneres Wachstum statt. Im Gegenteil, wenn wir immer in den selben Bahnen kreisen verkleinert sich unser Aktionsradius meistens immer mehr und wir rosten ein.

Entwicklung und Wachstum finden woanders statt, in der Stretchingzone:

StretchingzoneAlles, was neu für uns ist, wo wir die ausgetretenen Trampelpfade verlassen und mal was riskieren, gehört zur Stretchingzone. Sei es, dass wir uns auf der Arbeit mal was trauen und  z.B. in einer Diskussion unsere Meinung vertreten oder sei es, dass wir in unserer Freizeit mal was völlig Fremdes ausprobieren, eine Veranstaltung z.B., wo wir normalerweise nie hingehen würden. Dadurch, dass wir neue und ungewohnte Situationen meistern, erweitern wir unser Repertoire an Handlungsmöglichkeiten, wir stretchen unseren Spielraum. Das mag sich ungewohnt, aufregend und vielleicht sogar herausfordernd anfühlen aber wir wachsen in solchen Situation.

Manchmal fühlen wir uns dabei womöglich heillos überfordert, wir sind in der Panikzone gelandet.

PanikzoneWenn ich mit einem Menschen der Panik vor hohen Gebäuden hat ohne Vorbereitung auf einen Fernsehturm gehe, wird das zu einer Erfahrung in der Panikzone. Das ist für Lernen und Wachstum ungünstig, weil keine Erfolgserlebnisse aufgebaut werden. Wenn sich die Panikzone nicht vermeiden lässt, dann nur mit guter Vorbereitung oder in sanften homeopathischen Dosen.

Wie können Sie Ihren Aktionsradius auf eine positve Art erweitern? Tricksen Sie Ihren inneren Schweinehund, der am liebsten Routine und Vorhersehbarkeit mag, doch mal mit Unerwartetem aus: Nehmen Sie einen anderen Weg zur Arbeit, fragen Sie einen Menschen den Sie mögen nach einem Date, gehen Sie in eine Karaokebar und schmettern Sie einen Song, verreisen Sie alleine, Verbringen Sie bewusst einen Tag in Stille und im Schweigen, probieren Sie Bungeejumping aus. Suchen Sie sich Situationen aus, wo Sie innerlich ein kribbeln spüren, dann sind Sie auf der richtigen Spur. Das Beste dabei, wenn Sie sich gestretcht haben wachsen Sie und erweitern Ihre Komfortzone!

Viel Spaß beim stretchen wünscht Ihnen Ihre Tanja Madsen vom Coaching Berlin Blog Team.

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