The Work™ in Action!

Oft entstehen Ängste und Depressionen aufgrund unserer Gedanken, Urteile und Geschichten über uns selbst und andere. Es gibt positive und liebevolle Gedanken, die uns stärken und gut tun. Und es gibt Gedanken, die Stress auslösen und die uns schwächen und Leid erzeugen. The Work™ nach Byron Katie ist eine simple und gleichzeitig sehr kraftvolle Methode, um seinen stressauslösenden Gedanken auf die Spur zu kommen und sie zu hinterfragen. Dadurch verlieren diese Gedanken häufig ihren Schrecken und ein innerer Frieden breitet sich aus. Wie kann eine Befragung mit der Work aussehen? Am Anfang steht vielleicht ein Gefühl von Anspannung, Stress oder Wut. Dann suche ich den dahinter liegenden Gedanken. Während ich dies hier schreibe, bin ich angespannt und genervt, weil der Nachbar schon wieder so viel Lärm macht. Mein stressauslösender Gedanke ist also:

Der Nachbar sollte nicht so viel Lärm machen!

Die Vier Fragen:
1. Ist das wahr?
Ja, absolut!

2. Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
Ja, nicht mehr ganz so überzeugt aber Ja.

3. Wie reagiere ich, wenn ich diesen Gedanken glaube?
Ich rege mich auf, ich ereifere mich über ihn, ich werde wütend, spüre eine Anspannung in meinem Hals und Oberkörper. Ich lasse mich von meiner Arbeit am Schreibtisch ablenken. Ich fokussiere mich nur noch auf den Lärm, ah da ist es wieder, das Geräusch, bin total eingeengt auf das Geräusch. Ich habe Fantasien, wie ich dem Kerl mal ordentlich meine Meinung sage. Denke über ihn, dass er gestört ist. Wenn ich ihm im Treppenhaus begegne bin ich kühl und distanziert. Ich sehe nur eine Rettung, ich brauche ein eigenes freistehendes Haus.

4. Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?
Ich kann wieder besser durchatmen. Meine Anspannung löst sich. Ich bin mehr bei mir und in meinen Angelegenheiten als beim Nachbarn. Ohne den Gedanken kann ich mir vorstellen, zu ihm zu gehen und ihn freundlich zu bitten, etwas leiser zu sein. Irgendwie wird mir der Nachbar wieder sympathischer.

Die Unkehrungen
Bei den Umkehrungen spiele ich mit dem Ursprungssatz und schaue, wie auch diese Aussage wahr sein kann. Das heißt, ich suche nach konkreten Beispielen. Ich habe folgende Umkehrungen gefunden.

• Der Nachbar sollte so viel Lärm machen
Ja, das ist wahr, es ist in diesem Moment die Realität. Vielleicht ist es gut für ihn, genau diese Tätigkeit mit diesen Geräuschen auszuführen, vielleicht macht es ihn glücklich. Der Nachbar macht ja nicht 24 Stunden am Tag Lärm sondern ab und zu mal vielleicht maximal 15 Minuten am Stück. Es sollte also genau so viel Lärm machen und nicht mehr, z.B. 5 Stunden am Tag.

• Ich sollte nicht so viel Lärm machen.
Ja, ich mache sicher auch Lärm in der Wohnung, der Nachbar unter mir hatte das auch schon mal angemerkt. Im Altbau hört man halt die Schritte und ich schwebe nicht wie eine Elfe durch den Raum. Letztens hat der Drucker nicht funktioniert, da habe ich mich lautstark beschwert und gezetert, da habe ich also auch Lärm gemacht und mein Partner war nicht sonderlich erfreut. Ich sollte nicht so viel Lärm machen im Sinne von Beklagen bei Problemen oder Schwierigkeiten in meinem Leben, das nährt das Ganze nur unnötig mit Energie.

• Mein Denken sollte nicht so viel Lärm machen.
Ja das ist ganz besonders wahr, in meinem Kopf lärmt es ganz schön laut. Auch nachdem der Lärm vom Nachbar abgeklungen ist, schwingt in mir noch die innere Unruhe nach und ich beschäftige mich mit dem Nachbarn. Es ist viel mehr Lärm in meinem Kopf als in der Welt da draußen.

So kann eine Befragung oder Untersuchung mit Hilfe von The Work™ aussehen. Ich freue mich über Fragen, Erfahrungen und Austausch von Ihrer Seite!

Herzlichst, Ihre Tanja Madsen vom coachingberlinblog -Team.

Tanja_klein_2PS: Haben Sie mehr Interesse an der Methode The Work™? Workshop

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