Frühjahrsputz

Großreinemachen und Entrümpeln kann sehr befreiend sein –  Nutzen Sie die Frühjahrsenergie!

Hausarbeiten wie putzen, aufräumen und ausmisten sind  nicht immer geliebte Tätigkeiten, die  auch gerne mal an andere delegiert werden. Aber kennen Sie nicht auch das befriedigende Gefühl, wenn Sie sich durch den Berg von dreckigem Geschirr gearbeitet haben oder die herum liegenden Stapel und Papierhäufchen rund um den Schreibtisch abgearbeitet und abgeheftet sind? Im Anschluss stellt sich oft eine wohltuende Entspannung ein.

Wenn ich äußerlich aufgewühlt oder zerknirscht bin, fange ich manchmal an, einfach meinen Schrank aufzuräumen. Ich falte meine Shirts und lege sich fein säuberlich zu Stapeln übereinander. Das hat schon fast etwas meditatives und zentrierendes für mich. Der Geist wird ruhig und am Ende stellt sich ein befriedigendes Gefühl ein. Ich habe mit den eigenen Händen etwas sortiert, geordnet oder gereinigt und im Anschluss sieht man das Ergebnis. Aber nicht nur im Außen hat sich etwas sichtbar verändert, auch meine Stimmung ist anders.

Wie Innen, so Außen

Das Aufräumen und Reinigen im Außen scheint eine Wirkung auf unser Inneres zu haben. So passt auch die These von Hermes Trismegistos: Wie Oben so Unten  – Wie Innen so Außen  – wie im Kleinen so im Großen. Habe ich Klarheit und Übersicht in meinem Kleiderschrank hergestellt, so entfaltet sich auch eine gedankliche Klarheit. In der Zen-Meditation wird dieses Prinzip ebenfalls verfolgt. Einfache häusliche Tätigkeiten wie putzen, fegen oder Tee zubereiten, werden als Achtsamkeitsmeditation ausgeübt. Es geht nicht um das schnelle Verrichten ungeliebter Routinetätigkeiten sondern um das bewusste und fokussierte Ausüben einer Sache.

Sie müssen für diese Erfahrung nicht ins Kloster gehen, Sie können auch einfach bei sich zuhause Hand anlegen: Fensterputzen, Geschirr abwaschen oder Fegen sind gut geeignet als Meditationsübungsfeld.

Und was ist mit dem Gerümpel des Alltags?

Manche Menschen behaupten, dass Gegenstände Energie binden, vor allem ungeliebte Altlasten. Hier einige Vorschläge, wie und wo Sie Ihr Leben entrümpeln können:

  • Sortieren Sie einmal in Jahr ihren Kleiderschrank aus und geben Sie die Kleidung und Schuhe weg, die Sie das ganze Jahr über nicht getragen haben. Oder glauben Sie noch daran, dass diese Kleidungsstücke in der nächsten Saison endlich Ihre Lieblingsstücke werden und auf der Hitliste der meistgetragenen Kleidungsstücke ganz oben landen? Unwahrscheinlich. Machen Sie Platz für Neues.
  • Trennen Sie sich von ungeliebten Mitbringseln und lieb gemeinten Geschenken anderer, die schon lange im Regal verstauben. Sie müssen sich ja schließlich die ganz Zeit den Kitsch und die geschmacklichen Entgleisungen der Tourismusindustrie anschauen, nicht die Schenker.
  • Bewahren Sie noch irgendwo alte Röntgenaufnahmen von einem gebrochenen Fuß oder ähnliches auf? Weg damit, oder wollen Sie beim nächsten Spieleabend mit  ihrem Dreifachbruch nebst Schrauben im Knochen bei ihren Gästen Eindruck schinden?
  • Entledigen Sie sich alter Liebesbriefe von längst Verflossenen, damit Ihr aktueller oder ein zukünftiger Partner „Raum“ in Ihrem (Innen)leben hat.
  • Unterlagen aus der Schul- oder Studienzeit, in die Sie seit Jahren nicht mehr reingeschaut haben – ab in den Altpapiercontainer oder glauben Sie ernsthaft, Sie schauen irgendwann noch mal nach, was Sie sich vor 10 Jahren zum Thema Thermodynamik aufgeschrieben haben?
  • Wie sieht es bei Ihnen aus mit altem Plunder im Keller, auf dem Speicher oder unter dem Bett? Was für Kuriositäten sammeln sich da? Auch wenn diese Ecken verdeckt sind und Sie das nicht jeden Tag sehen, wie schläft es sich wohl auf einem Bett unter dem Gerümpel verstaut ist?

Auch wenn Sie an Dingen hängen und es Ihnen schwer fällt, probieren Sie es aus. Sie werden feststellen, wie befreiend es sein kann, sich von altem Ballast zu befreien.

Als ich für längere Zeit ins Ausland gegangen bin, habe ich fast alle meine Besitztümer verschenkt oder verkauft. Manches war schmerzlich aber alles in allem habe ich mich sehr befreit und leicht gefühlt. Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes mit „leichtem Gepäck“ durch Lateinamerika gereist. Manchmal tut so eine Radikalkur Wunder.

Viel Spaß beim Frühjahrsputz wünscht Ihnen Ihre Tanja Madsen

vom Coachingberlinblog-Team!

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Hören Sie dazu auch mein Interview auf Radio Eins.

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