Lauf Dir selbst nicht davon

„Du fragst nach einer Rose –
lauf vor den Dornen nicht davon.
Du fragst nach dem Geliebten –
lauf vor dir selbst nicht davon.“

Rumi, Das Lied der Liebe

Wie oft wünschen wir uns, das unser Leben anders wäre? Wie oft wünschen wir uns, das irgendetwas passiert, das unsere Sorgen magisch auflöst? Wie oft wünschen wir uns, dass jemand ins kommt, der alles für uns verändert?

Wie oft aber sind wir bereit, uns der Situation und uns selbst wirklich zu stellen? Wie oft laufen wir stattdessen vor unserer Verletzlichkeit, diesem unsicheren Gefühl der Zerbrechlichkeit innerlich davon?

Es ist menschlich ein wenig Angst vor der eigenen Verletzlichkeit zu haben, weil es sich unsicher anfühlt und wir nicht wissen, wie wir damit umgehen können. Aber die Verletzlichkeit kann die Tür zu unserer inneren Kraft sein.

Nehmen wir einfach mal an, (Im Coaching nennt sich das „einen Als-Ob-Rahmen aufmachen“) stell dir vor, die Lösung oder oder das Glück kämen daher, um dich zu suchen. Wo bist du dann, wenn du immer nur weggeläufst? Du bist nicht da. Sie werden dich nicht finden können!

Egal ob in der Beziehung zum Partner oder unseren Kindern, egal ob am Arbeitsplatz oder in der Gesundheit, weglaufen bringt uns nur eins: Die Lösung wird uns nicht finden können, weil wir immer schneller sind.

Es macht Sinn sich seiner Verletzlichkeit zu öffnen und sich dem Leben zu stellen:

  • Verletzlichkeit ist wirklich die Fähigkeit tief und authentisch fühlen zu können
  • Wegzulaufen dagegen, heißt das Problem in seinem Inneren zu isolieren
  • In der Ruhe und Akzeptanz liegt sehr viel Kraft, es ist dieser Moment, in dem wir uns selbst wieder annehmen
  • Begegne dir selbst mit offenem Geist und offenem Herzen!
  • Die wichtigste Beziehung, die du hast, ist die zu dir selbst!

Die eigene Verletzlichkeit zu kennen, hilft die der anderen Menschen auch zu verstehen. Wir brauchen nicht immer hart oder stark zu sein. Im Yin/Yang heißt es, wie brauchen beide Kräfte um „ganz“ zu werden. Wenn wir auch Schwäche und Verletzlichkeit an uns selbst annehmen können, gewinnen wir in Wahrheit sehr viel Kraft dazu. Wir werden menschlich reicher und reifer.

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Hier schreibt Andreas Förster

Lesen Sie gern auch unseren Artikel Entscheidungen und Schicksal und empfehlen Sie uns weiter!

Eine Antwort auf „Lauf Dir selbst nicht davon“

  1. Dem stimme ich zu.
    – Nur wenn wir ganz sind, weil wir uns ganz akzeptieren, können wir wirklich wirken. Das ist das Eine.
    – Das Andere ist, wenn wir manches ausschliessen wollen, können wir weniger. Man stelle sich ein Radio vor, bei dem ich die Höhen ausschalte. Dann würde ich nur noch Bässe hören. Da würde etwas fehlen.
    – Und zum Dritten, die so unangenehmen Gefühlen haben doch eine Funktion. Das ist wie beim Schmerz, es ist wichtig für mich.
    http://www.coachingblogger.de

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