Wie Gedanken unsere Realität kreieren und wir ihnen mit Verständnis begegnen können

“ Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.“ Epiktet

Wer kennt das nicht, Gedanken wie „Mein Partner sollte mir mehr Aufmerksamkeit schenken„, „Meine Kinder verhalten sich mir gegenüber respektlos“ oder „Ich bin nicht gut genug„.

The Work nach Byron Katie ist eine einfache und sehr effektive Methode, um mit solchen stressauslösenden Gedanken oder Glaubenssätzen  umzugehen. Das Verfahren ist strukturiert und folgt einem klaren, vorgegebenen Ablauf. Erwachsene wie Kinder können es anwenden, um ihre stressauslösenden Gedanken zu hinterfragen. Mit stressauslösend sind generell unangenehme Gefühle gemeint, die ein Gedanke auslösen kann. Mit der Befragung der eigenen Gedanken wird nicht das explizite Ziel verfolgt, die Gedanken zu verändern. Das Verfahren ist ergebnisoffen, häufig entsteht jedoch durch die Befragung eine Weitung des eigenen Horizontes, was eine Veränderung der Gedanken nach sich zieht. So kannst du durch die Neubewertung deiner ehemals stressauslösenden Gedanken eine Erleichterung und Entspannung erfahren. Das Verfahren ist thematisch universell einsetzbar und nicht festgelegt auf spezielle Themenbereiche. Jeder Gedanke, der dich stresst,  kann beworkt werden.

Der erste Schritt von The Work besteht darin, Gedanken die Du gegenüber Menschen, Institutionen oder Situationen aus Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft hast, aufzuschreiben. Dies können Urteile über Menschen sein, mit denen Du nicht klar kommt, Situationen, die Dich ärgern oder ängstigen oder Ereignisse, die Dich traurig machen.  Urteile und Bewertungen geschehen eh permanent, ob man sich dessen bewusst ist und es sich eingesteht oder nicht. The Work gibt Dir die Erlaubnis, sich dies zu vergegenwärtigen und einzugestehen und es zu Papier zu bringen.
Es gibt dafür auch das Arbeitsblatt „Beurteile deinen Nächsten“, das Du kostenlos auf Katies Webseite herunterladen kannst (siehe unten). Für die Wirksamkeit ist es wichtig, den eigenen Prozess nicht nur in Gedanken durchzugehen, da der Verstand dazu neigt, abzuschweifen oder Rechtfertigungen zu finden. Es ist besser, die Gedanken aufzuschreiben und sie damit aufs Papier zu bannen. Daher auch der Titel eines Buches von Katie, „Jeder Krieg gehört aufs Papier“.

Die Vier Fragen von The Work
Nimm einen Satz, der Dich stresst, z.B. „Meine Mutter interessiert sich nicht für mich.“

I. Ist das wahr?

Ist es wahr, Deine Mutter interessiert sich nicht für Dich?

II. Kannst Du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?

Nimm Dir Zeit für die Antwort, es gibt kein richtig oder falsch bei dieser Frage.

III. Wie reagierst Du, wenn Du diesen Gedanken denkst?

Was passiert, wenn Du glaubst, Deine Mutter interessiert sich nicht für Dich? Wie verhältst Du Dich ihr gegenüber?

IV. Wer wärst Du ohne diesen Gedanken?

Stell Dir vor, Du könntest den Gedanken „Meine Mutter interessiert sich nicht für mich“ gar nicht denken, was wäre dann?

Kehre die Aussage um und finde für jede Umkehrung mindestens drei echte Beispiele.

Hier hast Du die Möglichkeit, mit dem Urspungssatz zu spielen und für Dich zu prüfen, ob auch andere Aussagen wahr sind. Du kannst den Satz ins Gegenteil kehren und sagen „Meine Mutter hört mir zu“. Finde drei Beispiele aus deinem Leben, wo Deine Mutter Dir zugehört hat.

Eine weitere Umkehrung ist, wenn Du Dich anstelle Deiner Mutter setzt: „Ich höre meiner Mutter nicht zu“, könnte das auch wahr sein? Finde Beispiele dafür. Und auch „Ich höre mir selber nicht zu“ ist eine denkbare Umkehrung.

Hier ein Beispiel, wie Byron Katie mit jemandem arbeitet, der wütend ist auf die Organisatoren der Loveparade.

Byron Katie auf einem Event in Köln

Für mehr Informationen zu The Work:

Byron Katie
Byron Katie

The Work Webseite

Der Verband für The Work of Byron Katie für den deutschsprachigen Raum:

Peaceful Mind Website

Weitere lesenswerte Artikel zu The Work auf Coachingberlinblog.com:

Alltagslust – Alltagsfrust

The Work in Action!

Die Krise existiert nur in unserem Kopf

Das Gefängnis in uns

Für Fragen rund um The Work stehe ich gerne zur Verfügung,

herzliche Grüße, Tanja Madsen vom Coachingberlinblog

Tanja_weiß

Bereitschaft

Wenn du nur bereit bist die Dinge zu tun, die dir leicht fallen,
dann wird dein Leben schwer sein.
Wenn du aber bereit bist zu tun, was manchmal auch schwer ist,
dann wird Dein Leben leicht sein.

Worauf wartest du noch?

„Es gibt eine Vitalität, eine Lebenskraft, eine Energie, eine Anregung, die durch dich in Handlungen umgesetzt werden, und da es dich über alle Zeit hinweg nur einmal gibt, ist dieser Ausdruck einzigartig. Und wenn du ihn blockierst, wird er niemals durch ein anderes Medium existieren und verlorengehen.“ Martha Graham (Choreografin und Tänzerin)

Du bist wunderbar!

„Tue alles, was Du tust, als würde es einen Unterschied machen.“ William James

Haben Sie heute schon jemandem seinen Wert, seine Potentiale oder Qualitäten bestätigt? Sponsorship bedeutet, die Menschen die uns umgeben, sei es privat oder im beruflichen, in ihrer Entwicklung und ihrem Wachstum zu fördern. Hören Sie selber nicht auch gerne, wenn man Ihnen sagt, „Du bist wertvoll, du bist hier willkommen oder du bist toll“? Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten in einem Team, indem sich die einzelnen Mitglieder immer wieder gegenseitig bestätigen, „Du gehörst zu unserem Team, du bist uns wichtig.“ Oder in Ihrer Familie, in Ihrem Freundeskreis haben Sie das sichere Gefühl, sie sind willkommen und erwünsch. Wie würde sich das auf Ihr Wohlbefinden und Ihre Zufriedenheit auswirken?

Sie können Ihre Mitmenschen positiv bestätigen, indem Sie sie anerkennen und würdigen. Und  auch sich selbst können Sie auf diese Art behandeln. Selbst-Sponsorship bedeutet, sich seiner eigenen Qualitäten bewußt zu sein und sie zu fördern und zu wahren. Was schätzen Sie an sich selbst besonders, worauf sind Sie stolz, was macht sie aus? Gestehen Sie sich das auch ein?

Folgender Kurz-Film illustriert auf schöne Art und Weise, wie sehr Sponsorship die Menschen bewegen und bezaubern kann und wie wichtig dabei auch Selbst-Sponsorship ist. Man muß an sich selber glauben, um Sponsorship im Außen annehmen zu können.

Auch Sie haben etwas wichtiges beizutragen, legen Sie los!