Selbst-Coaching und Selbst-Führung!

Wer sich selbst coachen möchte, wer sich selbst „führen“ möchte, der braucht erstmal keine komplexen Coachingtools, sondern eine gute Verbindung!

Der wichtigste Aspekt des Coachings, und auch für effektives Führungsverhalten ist es, mit dem der gecoacht wird in Kontakt zu kommen.

Führung heißt immernoch für viele Menschen jemandem Anweisungen zu geben. Der Empfänger soll sie dann umsetzen.

In der realen Welt bewirkt diese Art von Führung jedoch immer Widerstand im Empfänger der Nachricht. Dieser Widerstand ist evolutionär betrachtet, ganz einfach der Instinkt sich nicht unterzuordnen. Der Untergeordnete eines Stamms, eines Rudels ist immer der, der ganz m Ende kommt und die Aggression aller anderen abbekommt.

Das will natürlich niemand.


Die Zauberfrage im effektiven Führungsverhalten ist:
„Wie kann ich kommunizieren, ohne Widerstand zu erzeugen?“

Dazu gibt es ein paar ganz einfach Tipps:


1. Begegnen Sie sich selbst und anderen immer mit Wertschätzung!

Selbst wenn Sie oder andere Dinge tun, die Ihnen nicht gefallen, begegnen Sie diesen
Verhaltensweisen immer wertschätzend. Auf irgeneiner Ebene soll jedes Verhalten
immer etwas positives bewirken. Wenn wir etwas ablehnen, dann wird es unterdrückt.
Was abgelehnt wird, muß irgendwann an die Oberfläche, wie ein Wasserball, der unter
die Wasseroberfläche gedrückt wird.


2. Laden Sie sich selbst und andere zu einer kooperativen Haltung ein!

Kritisieren Sie nicht gleich rum, sondern versuchen Sie zunächst die positive Intention hinter
der Situation zu beleuchten. Es gibt immer eine.


3. Seien Sie sich der Ziele und Metaziele Ihrer Kommunikation bewußt!

Dazu fragen Sie einfach: „Was soll durch dieses Verhalten/Gespräch möglich werden.“


4. Hören Sie zu!

So banal wie es klingt ist es lange nicht. Meine Erfahrungen als Mediator und Coach zeigen,
dass fast jeder Konflikt und jedes Mißverständnis darauf beruht, dass die Position und das
Bedürfnis des anderen einfach nicht klar verstanden wurde. So ergeht es auch vielen Menschen
mit sich selbst. Sie hören sich selbst nicht zu und versuchen zu tun, was andere Ihnen sagen!
Klar, dass es da Widerstände geben muß.


5. Machen Sie Ihre Anweisungen lieber zu Vorschlägen und Einladungen!

Wenn Sie den Kontakt und die Verbindung hergestellt haben, formulieren Sie Ihre Anweisungen
einfach als Vorschläge oder Einladungen. Die Wirkung wird viel sanfter und dennoch stärker
sein. Diesmal holen Sie sich die Kooperation ein, anstatt zu befehlen. Sie werden sehen, welch
riesigen Unterschied das macht!


Die Grundvorraussetzung für Selbst-Coaching und Selbst-Führung ist es also, eine bedeutungsvolle Verbindung zu sich selbst /dem anderen aufzunehmen.

Es gibt einfache Dinge, die Sie dafür tun können: Hören Sie zu, versuchen Sie die Bedürfnisse  und Ziele (Ihre/ des Gesprächspartners) zu verstehen, begegnen Sie sich selbst/ anderen immer mit Wertschätzung und in kooperativer Haltung.

Mehr Tipps, wie Sie mit sich selbst noch besser in Kontakt treten, eine tiefere Verbindung mit sich selbst aufbauen können und sich selbst besser verstehen werden, folgt in Kürze auf diesem Blog.

Bis dahin genießen Sie Ihre Fähigkeit bedeutungsvolle Verbindungen herzustellen und kooperative Gespräche zu führen. Mit sich selbst und anderen.

Dieser Post wurde verfasst von
Andreas Förster
Trainer, Businesscoach und Mediator
www.holistic-counselling.de

2 Antworten auf „Selbst-Coaching und Selbst-Führung!“

  1. Punkt 5 ist ausgesprochen wichtig, in allen Aspekten der Kommunikation – auch schriftlich. Nicht nur Führungskräften, sondern auch Ämtern, Verwaltungsstellen etc. wäre es zu wünschen, dass sie sich diese Regel nachhaltig zu eigen machen, der unverschämte Befehlston vieler Anschreiben bringt viele Menschen selbst dann auf die Barrikaden, wenn es nur darum geht, eine Kopie o.ä. vorzulegen. Wer wird schon gerne angesprochen wie bei einer Militärübung? Kooperation statt Kasernenhofton – das ist leider bei viel zu vielen noch nicht angekommen.

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